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03.09.2009
 

Wüstenstrom

Desertec-Gesellschaft will bis November Arbeit aufnehmen

Solarkraftwerk in der Negev-Wüste in Israel: "Das Projekt geht schnell voran"Zur Großansicht
AP

Solarkraftwerk in der Negev-Wüste in Israel: "Das Projekt geht schnell voran"

Das größte Solarprojekt der Geschichte nimmt Formen an: Die Desertec-Planer wollen laut "Süddeutscher Zeitung" in den kommenden zwei Monaten mit der Arbeit starten. Vorher aber muss noch der Chefposten besetzt werden.

München - Die Operation Wüstenstrom kommt voran. Wenige Wochen nur noch, dann soll das größte Solarprojekt der Geschichte erste Formen annehmen. "Wir werden im Oktober, spätestens im November mit Gründung der Desertec-Gesellschaft an den Start gehen", sagte René Umlauft, Chef der Division Erneuerbare Energien von Siemens der "Süddeutschen Zeitung". Die Planungen seien weit fortgeschritten. "Wir kümmern uns um die Detailarbeit." In wöchentlichen Treffen würden die Mitglieder der Initiative derzeit an einer Geschäftsordnung und dem Gesellschaftervertrag arbeiten.

Als wichtigste Entscheidung gilt in Kreisen des Konsortiums die Besetzung des Desertec-Chefpostens. Nach Informationen der Zeitung ist der Ex-Bundesumweltminister und frühere Chef der UN-Umweltorganisation UNEP, Klaus Töpfer, Wunschkandidat mehrerer Mitglieder. Derzeit werde über die Besetzung und den Zuschnitt der Führungsposten gesprochen, sagte Umlauft, ohne Namen zu nennen. In den kommenden gut zwei Monaten wolle das Konsortium aber alle wichtigen Entscheidungen getroffen haben. "Das Projekt geht schnell voran", sagte Umlauft.

Nach Angaben Umlaufts wird Desertec erst der Anfang sein, schreibt die Zeitung weiter. Von derzeit drei Prozent werde der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion weltweit bis 2030 auf 17 Prozent steigen. Einzelne Länder wie Neuseeland könnten dann 90 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen speisen. Energie aus Sonne und Wind werde immer konkurrenzfähiger. Bereits in fünf bis sechs Jahren werde sich die Produktion von Ökostrom vielerorts auch ohne Subventionen rechnen.

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