Wirtschaft



ThemaGoldpreisRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
08.09.2009
 

Angst vor Inflation

Goldpreis knackt 1000-Dollar-Marke

Goldbarren: "Wie ein Magnet"Zur Großansicht
REUTERS

Goldbarren: "Wie ein Magnet"

Seit Tagen zeichnete sich der Durchbruch ab - jetzt kostet Gold wieder mehr als 1000 Dollar. Der Preis für die Krisenwährung nähert sich damit seinem Rekordhoch aus dem vergangenen Jahr an. Doch Experten warnen vor einer allzu großen Edelmetalleuphorie.

London - Sind es Sorgen vor einer Inflation oder ist es schlicht die anziehende Wirkung, die das glänzende Edelmetall auf viele hat? Erstmals seit Monaten kostet Gold Chart zeigen wieder mehr als 1000 Dollar. Am Dienstag kletterte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1007,10 Dollar Chart zeigen. Damit ist der Goldpreis seit Ende August um gut 45 Dollar gestiegen.

Aus Sicht von Experten rückt damit das Rekordhoch von 1030,80 Dollar vom März 2008 in Reichweite. "Der Goldpreis ist weiter im Aufwind", urteilte das Bankhaus HSBC Trinkaus. In den kommenden Tagen dürfte sich Gold demnach weiter verteuern.

Für den jüngsten Anstieg gebe es zahlreiche Gründe, sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank Chart zeigen. So wirke die 1000-Dollar-Marke für viele Anleger "wie ein Magnet". Darüber hinaus neige der Dollar zur Schwäche. Dies treibe den Goldpreis generell stark an. Zudem würden am Markt Befürchtungen laut, dass die Inflation in den kommenden Jahren steigen könnte, weil die Notenbanken angesichts der Krise nicht mehr so streng und stark auf Inflationsgefahren reagieren könnten. Auch die nach wie vor enorme Liquidität im Markt dürfte die Preise beflügeln.

Weinberg hält den starken Preisanstieg dennoch nicht für gerechtfertigt, weil es an der physischen Nachfrage fehle. Während das Angebot ausreichend sei, bleibe die Nachfrage relativ schwach. Zur Vorsicht mahnten auch die Daten zur Positionierung der Großanleger. Die Commerzbank hält den jüngsten Preisschub deshalb nicht für nachhaltig und rechnet mit einer Korrektur - auch wenn sich der Goldpreis zunächst auf dem nun erreichten Niveau halten könnte. Wie stark der Rückgang tatsächlich ausfalle, hänge vom Dollar-Wechselkurs ab. Bleibe der Dollar weiter schwach, könnte der Preisrückgang bei Gold gering ausfallen. Am Dienstag kletterte der Euro Chart zeigen über die Marke von 1,44 Dollar.

Im vierten Quartal allerdings dürfte die physische Nachfrage nach Gold anziehen, sagte Weinberg. Bereits im September stehen im wichtigen Käuferland Indien Feiertage an, die traditionell auch mit Goldgeschenken begangen werden. Im bisherigen Jahresverlauf seien die Importe Indiens allerdings gering gewesen. Die Inder seien bei Goldkäufen sehr preisbewusst. Darüber hinaus dämpfe auch die Krise die Nachfrage.

yes/dpa-AFX

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
alles zum Thema Goldpreis

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Verwandte Themen


Mehr auf SPIEGEL ONLINE






TOP



TOP