Von Michael Kröger und Anselm Waldermann
Hamburg - Es ist eine Überraschung nach wochenlangem Hickhack: Der Verwaltungsrat von General Motors hat am Donnerstag dem Verkauf der Opel-Mehrheit an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna
zugestimmt. Nach Darstellung von Magna sogar ohne neue Bedingungen, und auch die Bundesregierung musste nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) keine weiteren Zugeständnisse machen.
Trotzdem gibt man sich bei Magna skeptisch. "Wir sind noch nicht durch", sagte ein Insider aus dem Umfeld des kanadisch-österreichischen Autozulieferers zu SPIEGEL ONLINE. GM sei ein zuverlässiger Partner, wenn man einen Vertrag unterzeichnet habe - "aber auch wirklich erst dann". Wann der Opel-Verkauf tatsächlich besiegelt sei, könne deshalb niemand abschätzen. "Man darf sich nicht in die Irre führen lassen", sagte der Magna-Insider. Während der Verhandlungen in den vergangenen Monaten hätten sich zu viele Leute "immer wieder geirrt".
Die Skepsis ist wohl berechtigt. Denn zum gleichen Zeitpunkt wie Merkel präsentierte GM-Chef Fritz Henderson seine Sicht der Dinge. Demnach soll Opel eng im Produktentwicklungs- und Einkaufsverbund von GM eingebunden bleiben, damit "alle Seiten vom Austausch von Technologie- und Entwicklungskapazitäten profitieren". Fahrzeuge wie das Elektroauto Ampera etwa könnten wegen der teuren Antriebstechnologien nur mit vereinten Kräften auf den Markt gebracht werden.
Vieles spricht also dafür, dass, wenn die Kooperation zustande kommt, die Zeit der Reibereien erst richtig beginnt. Denn auch wenn die Beteiligten jedes Detail geregelt haben - die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern lässt sich auch mit einem lückenlosen Vertragswerk nicht garantieren. Und nach dem, was bislang bekannt ist, lassen die Vereinbarungen jede Menge Möglichkeiten für Streit und Blockaden.
SPIEGEL ONLINE analysiert die wichtigsten Knackpunkte:
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gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...
Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...
Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...
... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...
Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...
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