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10.09.2009
 

Opel-Verkauf an Magna

Einstieg in eine verzwickte Ehe

Von Michael Kröger und Anselm Waldermann

Verhandlungs-Odyssee: Der lange Kampf um Opel
Fotos
ddp

Angela Merkel verkündet es mit Genugtuung, die Arbeiter feiern - der US-Konzern GM hat endlich den Verkauf von Opel an Magna beschlossen. Doch die Beziehung zum neuen Eigentümer ist belastet, Streit programmiert: SPIEGEL ONLINE analysiert die Zukunft des Autobauers.

Hamburg - Es ist eine Überraschung nach wochenlangem Hickhack: Der Verwaltungsrat von General Motors hat am Donnerstag dem Verkauf der Opel-Mehrheit an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna Chart zeigen zugestimmt. Nach Darstellung von Magna sogar ohne neue Bedingungen, und auch die Bundesregierung musste nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) keine weiteren Zugeständnisse machen.

Trotzdem gibt man sich bei Magna skeptisch. "Wir sind noch nicht durch", sagte ein Insider aus dem Umfeld des kanadisch-österreichischen Autozulieferers zu SPIEGEL ONLINE. GM sei ein zuverlässiger Partner, wenn man einen Vertrag unterzeichnet habe - "aber auch wirklich erst dann". Wann der Opel-Verkauf tatsächlich besiegelt sei, könne deshalb niemand abschätzen. "Man darf sich nicht in die Irre führen lassen", sagte der Magna-Insider. Während der Verhandlungen in den vergangenen Monaten hätten sich zu viele Leute "immer wieder geirrt".

Die Skepsis ist wohl berechtigt. Denn zum gleichen Zeitpunkt wie Merkel präsentierte GM-Chef Fritz Henderson seine Sicht der Dinge. Demnach soll Opel eng im Produktentwicklungs- und Einkaufsverbund von GM eingebunden bleiben, damit "alle Seiten vom Austausch von Technologie- und Entwicklungskapazitäten profitieren". Fahrzeuge wie das Elektroauto Ampera etwa könnten wegen der teuren Antriebstechnologien nur mit vereinten Kräften auf den Markt gebracht werden.

Vieles spricht also dafür, dass, wenn die Kooperation zustande kommt, die Zeit der Reibereien erst richtig beginnt. Denn auch wenn die Beteiligten jedes Detail geregelt haben - die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern lässt sich auch mit einem lückenlosen Vertragswerk nicht garantieren. Und nach dem, was bislang bekannt ist, lassen die Vereinbarungen jede Menge Möglichkeiten für Streit und Blockaden.

SPIEGEL ONLINE analysiert die wichtigsten Knackpunkte:

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insgesamt 2958 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.10.2009 von schlob:

gottseidank- ich hatte schon angst,die wollen auch ein paar mrd bezahlen. mehr...

10.10.2009 von Dodol: Last Opel endlich sterben

Zuviel Überkapazität, zuviel Staatsintervention. Niemand will Opel, niemand braucht Opel. Trotz Steuergelder wird Opel Pleite gehen ob die Politiker (und Bürger) und Gewerkschaften das mögen oder nicht. Die Wahl ist vorbei, es [...] mehr...

09.10.2009 von Rainer Daeschler:

Anders ausgedrückt, sie weigern sich den Arbeitsplatzerhalt von GM und Magna in Rechnung stellen zu lassen. mehr...

09.10.2009 von pragmat: Wecke die schlafenden Hunde...

... denn sowohl Großbritannien als auch Spanien haben sich jetzt gegen den deutschen Rettungsplan ausgesprochen. Der Zirkus geht jetzt erst richtig los, wenn die Bundesregierung - sprich Merkel - versucht, ihre Vorstellungen und [...] mehr...

13.09.2009 von peterman: Opel ist nicht zu retten.

Die Politiker sind dafür das die Manager für ihre Fehler mit eigenem Geld haften. Vielleicht sollten die jetzigen Politiker mit eigenem Geld haften wenn Opel die 4,5 Milliarden versenkt hat und anschließend Pleite ist.Manches geht [...] mehr...

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