Großbritannien
Top-Manager verdienen trotz Finanzkrise deutlich mehr
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London: Für die britischen Top-Manager hat es offenbar keine Finanzkrise gegeben
Finanzkrise - war da was? Zumindest nicht für die Top-Manager in Großbritannien: Laut einem Zeitungsbericht sind deren Gehälter im vergangenen Jahr um durchschnittlich zehn Prozent gestiegen. Der bestbezahlte Vorstandschef kassierte sogar 42 Millionen Euro.
London - Die Gehälter der Top-Manager haben in Großbritannien ungeachtet der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten deutlich angezogen: Die Grundgehälter der bestbezahlten Führungskräfte der Wirtschaft seien 2008 um durchschnittlich zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und damit mehr als doppelt so stark wie die Inflationsrate, berichtete die Zeitung "Guardian" am Montag. Lediglich die Bonuszahlungen seien im Durchschnitt geringer ausgefallen, wie eine Auswertung der Vorstandsgehälter ergeben habe.
Als bestbezahlten britischen Manager ermittelte die Zeitung den Chef des Reinigungsmittel- und Kosmetikkonzerns Reckitt Benckiser, Bart Becht. Dem Bericht zufolge kam Becht im zurückliegenden Jahr einschließlich aller Sonderzahlungen und Aktienoptionen auf 36,8 Millionen Pfund (42 Millionen Euro). Insgesamt stiegen die zehn Top-Gehälter auf 170 Millionen Pfund. Im Jahr zuvor waren die Bosse noch mit 140 Millionen Pfund entlohnt worden.
böl/AFP