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18.09.2009
 

Wirtschaftskrise

Lufthansa verschärft den Sparkurs

Lufthansa-Logo: Mit aller Macht rote Zahlen verhindernZur Großansicht
ddp

Lufthansa-Logo: Mit aller Macht rote Zahlen verhindern

Die Lufthansa spart angesichts der Wirtschaftskrise noch mehr: Die größte deutsche Fluggesellschaft will sich früher als geplant von ihren Regionalfliegern trennen - und auch die Frachtflotte verkleinern. So soll ein Verlust für dieses Jahr verhindert werden.

Frankfurt am Main - Die Lufthansa trennt sich früher als geplant von ihren kleinen Regionalfliegern mit 50 Sitzen: "Die zu Jahresanfang noch etwa 45 Flugzeuge dieser Größe bei Lufthansa Cityline und Eurowings sollen ausgemustert werden", teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Freitag in ihrer Mitarbeiterzeitschrift mit.

Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, sei "eine umfassende Restrukturierung und Sanierung dieses Segmentes erforderlich", sagte der stellvertretende Konzernchef Christoph Franz. Er will die Sparte so schnell wie möglich in die Gewinnzone bringen. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind, sagte er nicht. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Auf den Regionalstrecken sind vielfach auch kleinere Fluglinien im Auftrag der Lufthansa unterwegs.

Als Grund für den Ausstieg aus der 50-Sitzer-Flotte nannte Franz den Wettbewerb mit den Billigfliegern, die auf einigen Strecken mit den Lufthansa-Regionaljets konkurrieren. Dort zeige sich am deutlichsten, dass die Stückkosten im Kontinentalverkehr zu hoch seien, um Flugzeuge mit 50 bis 70 Sitzen wirtschaftlich zu betreiben.

Bereits drei Frachtflieger bleiben am Boden

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, will die Lufthansa größere Flugzeuge einsetzen und die Produktivität erhöhen. Der Umbau der Regionalflotte gehört zum Kostensenkungsprogramm "Climb 2011", mit dem sich die Lufthansa für die Zukunft rüsten will. Im laufenden Jahr kämpft Deutschlands größte Fluggesellschaft gegen rote Zahlen.

Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo prüft angesichts der Wirtschaftskrise eine Verkleinerung ihrer Flotte - auch wenn die Aussage von Cargo-Chef Carsten Spohr gegenüber dem "Handelsblatt" nach einem Allgemeinplatz klingt: "Die Dimensionierung der Flotte ist eine Frage, auf die wir immer wieder neue Antworten finden müssen." Eine Trennung von den Flugzeugen sei jedoch nicht geplant, stellte ein Sprecher klar.

Die Frachttochter der größten europäischen Fluggesellschaft hat angesichts der eingebrochenen Nachfrage bislang bereits drei ihrer insgesamt 19 Frachtflieger vorübergehend stillgelegt. Ein weiteres Flugzeug soll bis Oktober folgen.

böl/dpa/Reuters

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