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19.09.2009
 

Personalabbau

Magna kappt die meisten Opel-Jobs in Bochum

Opel-Werk (im belgischen Antwerpen): Magna präzisiert seine PläneZur Großansicht
AP

Opel-Werk (im belgischen Antwerpen): Magna präzisiert seine Pläne

2045 Jobs sollen in Bochum wegfallen, 1100 Arbeitsplätze in Rüsselsheim: Der österreichische Zulieferer Magna hat laut einem Zeitungsbericht bereits genaue Vorstellungen vom Personalabbau bei den Opel-Werken in Deutschland. Am Montag soll es schon Gespräche mit dem europäischen Betriebsrat und Produktionsleitern des Autoherstellers geben.

Berlin - Magna hat offenbar schon genaue Vorstellungen, wie viele Stellen bei welchem Opel-Standort gestrichen werden. Allein am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim sollen nach Angaben der "Welt am Sonntag" 1817 Arbeitsplätze wegfallen. 1100 Stellen entfallen danach in Rüsselsheim auf die Verwaltung, der Rest auf die Produktion. Das Blatt beruft sich auf hochrangige Verhandlungskreise.

Am stärksten unter den deutschen Werken ist jedoch laut dem Bericht Bochum betroffen. Dort sollen 2045 Jobs wegfallen. Weitere 283 Beschäftigte werden den Angaben nach im Werk Kaiserslautern ihre Arbeit verlieren. Das Werk Eisenach bleibt offenbar von Stellenstreichungen verschont, da Produktionskapazitäten aus dem spanischen Saragossa nach Thüringen verlagert werden. Insgesamt sollen in Europa 10.560 Stellen wegfallen, davon 4500 bei Opel in Deutschland.

Am Montag sind dem Bericht zufolge in Rüsselsheim erste Gespräche des kanadisch-österreichischen Zulieferers über den geplanten Personalabbau vorgesehen. An den Verhandlungen sollen demnach die Mitglieder des Steuerungskomitees des europäischen Betriebsrats von Opel/Vauxhall sowie die Arbeitsdirektoren und die Produktionsbereichsleiter von Magna und Opel teilnehmen.

15.000 demonstrierten in Saragossa

In Saragossa protestierten am Samstag unterdessen mehr als 15.000 Menschen gegen die geplante Opel-Übernahme. An der Spitze des Demonstrationszuges marschierten am Samstag Tausende Arbeiter aus dem Opel-Werk Figueruelas bei Saragossa, in dem 7000 Menschen arbeiten. Auch der Bürgermeister von Saragossa nahm an den Protesten teil.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte der spanische Opel-Betriebsrat. Er appellierte an die Einwohner der nordostspanischen Stadt, sich "massiv und nachdrücklich" für den Erhalt der Arbeitsplätze in Spanien einzusetzen und gegen den Verkauf Opels an Magna zu protestieren.

Auch die Regierung in Madrid sieht den Verkauf an Magna kritisch. Sie hielt das Konzept des zweiten Opel-Bieters RHJI für besser und wirft Deutschland vor, Druck für einen Verkauf an Magna gemacht zu haben, um so die deutschen Opel-Standorte zu retten.

als/AFP/dpa/ddp

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