Wiesbaden - Die Weltwirtschaft könnte sich schneller als erwartet erholen - schon signalisieren zahllose Indikatoren einen baldigen Aufschwung. Wie drastisch die Konjunktur aber abgestürzt ist, zeigt ein Rückblick ins erste Halbjahr: Um 23,5 Prozent sind die deutschen Exporte von Januar bis Juni eingebrochen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Insgesamt seien Waren im Wert von 391,2 Milliarden Euro ausgeführt worden.
Die Versendungen in EU-Mitgliedsländer verringerten sich nominal um 24,3 Prozent auf 249,8 Milliarden Euro und gingen damit stärker zurück als die deutschen Gesamtausfuhren. Die Ausfuhrbilanz der Bundesrepublik fiel durchweg mies aus:
Auch die deutschen Importe gingen gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 stark zurück - um 18,2 Prozent auf 333,5 Milliarden Euro. Preisbereinigt ging die Einfuhr um 13,2 Prozent zurück. Die Eingänge aus der Europäischen Union fielen um 19,4 Prozent auf 195,3 Milliarden Euro, während aus den Ländern außerhalb der EU Waren im Wert von insgesamt 138,2 Milliarden Euro bezogen wurden (minus 16,3 Prozent).
Aufwärtstrend beim Export
Trotz dieser negativen Zahlenstafette gibt es Hoffnung, dass die Krise bald vorbei ist - auch im Handel: So verkauften deutsche Unternehmen im Juli bereits wieder deutlich mehr Güter ins Ausland als erwartet. Die Ausfuhren stiegen verglichen mit dem Vormonat bereinigt um saisonale Schwankungen um 2,3 Prozent. Im Jahresvergleich gingen sie allerdings um 18,7 Prozent zurück. Bereits im Juni hatte es laut Statistischem Bundesamt bei den Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt ein deutliches Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gegeben.
Deutschland droht nach Einschätzung der Welthandelsorganisation WTO in diesem Jahr seinen Titel als Exportweltmeister an China zu verlieren. Die Bundesrepublik hält den Titel seit dem Jahr 2003. Der Exportverband BGA erwartet für dieses Jahr einen Rückgang der Ausfuhren um etwa 18 Prozent - das wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Bestehen der Bundesrepublik. Für 2010 sagt der Verband ein Plus von zehn Prozent voraus.
ssu/AP/Reuters
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Sie haben natürlich Recht, das hätte ich auch erwähnen sollen: Es ist deswegen nicht haarspalterisch, *weil mit dem gesetzlichen Status auch verbunden ist, wer das Geld erschafft, die Banken oder der Staat*. (Es sei denn, [...] mehr...
Tja, "Aufschwung" auf Pump zum Zwecke des politischen Machterhalts: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/der-geliehene-aufschwung-ist-da;2452316 Die Realität sieht anders aus: [...] mehr...
Sie gehen neoliberaler Logik auf den Leim, wenn Sie einen Widerspruch zwischen Freiheit und Sicherheit konstruieren. Im Gegenteil entstehen Freiheiten erst durch Sicherheitsnetze. mehr...
Nicht dass ich ein Fan der Nachtschwester wäre lieber EU-Austreter, aber ist das nicht ein wenig haarspalterisch ? Kein gesetzliches Zahlungsmittel, aber allgemeines Tauschmittel - also de facto Zahlungsmittel statt de jure aber [...] mehr...
...... Die Lebensversicherer hatten ja 2003 ihre ganz große Krise, die der Staat heimlich still und leise mit etlichen Milliarden zustopfte. Und auch im letzten kam es zu einigen bedenklichen Nachrichten. Gleichwohl haben [...] mehr...
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