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28.09.2009
 

Erdgas-Lieferungen

Deutschen Konzernen drohen Strafzahlungen an Gazprom

Gazprom-Zentrale in Moskau: Widerstand aus DeutschlandZur Großansicht
dpa

Gazprom-Zentrale in Moskau: Widerstand aus Deutschland

Belastungstest für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen: Der Moskauer Energieriese Gazprom könnte einem Zeitungsbericht zufolge hohe Strafzahlungen von deutschen Konzernen fordern. Grund ist, dass die Unternehmen weniger Gas kauften als vereinbart.

Moskau - Deutschen und anderen europäischen Kunden des russischen Energieriesen Gazprom Chart zeigen drohen offenbar hohe Strafzahlungen. Diese könnten fällig werden, weil diese Kunden im laufenden Jahr vertraglich vereinbarte Mindestabnahme-Mengen für Gas unterschritten hätten, schrieb die russische Tageszeitung "Kommersant" am Montag unter Berufung auf Verwaltungsratskreise bei Gazprom. In den ersten drei Monaten des Jahres hätten diese Kunden aus westeuropäischen Ländern ihre Abnahmemenge um 29 Prozent auf 46 Milliarden Kubikmeter gemindert.

Wie "Kommersant" weiter berichtete, soll im kommenden Januar als erster der italienische Energieversorger Eni Chart zeigen seine Rechnung begleichen, gefolgt vom türkischen Unternehmen Botas, deutschen Energieriesen wie E.on Chart zeigen und RWE Chart zeigen sowie den französischen Konzernen GDF, Suez Chart zeigen und Total Chart zeigen.

Mehrere deutsche Konzerne kündigten der Zeitung zufolge bereits Widerstand an. Hintergrund der Überlegungen sei, dass Russland etwa von Turkmenistan keine Strafzahlungen verlangt habe, obwohl auch dieses Land weniger Gas als vereinbart gekauft habe. Daneben habe Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin der Ukraine in derselben Situation "erlaubt, nicht zu bezahlen", zitierte die Zeitung eine Quelle.

Die westeuropäischen Kunden müssten gleichwohl mit Strafen rechnen, sagte ein Gazprom-Mitarbeiter. Wenn etwa Eni oder E.on nicht die Mindestmengen abnähmen, müssten sie Gebühren zahlen, sagte der Gazprom-Verantwortliche dem Blatt. Die Zahlungen könnten sich demnach auf 50 bis 70 Prozent des Wertes des vereinbarten Volumens belaufen.

Gazprom wollte auf Anfrage keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. Auch Sprecher der größten deutschen Ferngasgesellschaft E.on Ruhrgas, des RWE-Konzerns sowie von BASF Chart zeigen wollten den Bericht nicht kommentieren.

yes/AFP/dpa

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31.10.2009 von sasma:

wie kommen die kollegen in europa dazu überhaupt mit dem iran darüber zu sprechen, ob das mullah-regime an nabucco beteiligt wird. es wäre doch eine interessante aufgabe für den vorsitzenden der möllemann-partei endlich die [...] mehr...

05.10.2009 von maikalex: Was passiert bei Zahlungsunfähigkeit?

Selbstverständlich halten sich alle Einspeise-, Abnehmer- und Transitländer der Nabucco an die geschlossenen Verträge, wenn alle solvent sind, wenn alles gut läuft. Das setzt auch voraus, dass die Transitländer vollumfänglich wie [...] mehr...

05.10.2009 von shine31: Re: wieviel davon soll dann .... noch in Österreichankommen

Alle Länder ausser der Türkei sind schon mal in der EU. Also werden diese Länder ja schonmal sehr zuverlässig sein oder es gibt einen auf den Deckel aus Brüssel. Und die Türkei ist bisher auch nicht durch Unzuverlässigkeit [...] mehr...

05.10.2009 von shine31: Re: Russland ist als Energielieferant sehr zuverlässig

Das mag zum Teil stimmen. Zum Teil hängt das aber auch an politischen Forderungen Russlands! Wenn diese nicht erfüllt werden, dann gibt es plötzlich irgendwelche angeblichen Vertragsbrüche der Gegenseite und Russland sieht sich [...] mehr...

05.10.2009 von MarkH:

volle Zustimmung. Der Globalisierungswahnsinn ist tatsächlich ein Werk von Rot/Grün nie wieder ... nein Danke mehr...

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