Wolfsburg - Der Autobauer Volkswagen (VW) plant an seinem Stammwerk Wolfsburg wegen des hohen Auftragsbestands weitere Sonderschichten bis zum Ende des Jahres. Derzeit gebe es Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat, aber noch keine Vereinbarungen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. In Wolfsburg baut Volkswagen die Modelle Golf, Tiguan und Touran.
Allerdings gibt es nach dem Ende der Abwrackprämie im VW-Konzern auch erste Überlegungen für Produktionseinschränkungen. Die tschechische VW-Tochter Skoda erwägt für Ende Oktober einen Stopp der Bänder an zwei Tagen, um einen Lageraufbau zu vermeiden. "Es ist noch nicht entschieden, aber darüber wird im Rahmen der Bestandsaufnahme nachgedacht", sagte ein Skoda-Sprecher am Donnerstag in Prag. Vor allem die Nachfrage nach dem Kleinwagenmodell Fabia ist nach dem Auslaufen der staatlichen Stütze in Deutschland geschrumpft.
Volkswagen hatte wegen seines breiten Modellangebots am stärksten unter den deutschen Autobauern von der Abwrackprämie profitiert. Im Wolfsburger Stammwerk waren deshalb in den vergangenen Monaten bereits Sonderschichten gefahren worden.
Ende August hatte VW vor allem wegen der Abwrackprämie europaweit einen Auftragsbestand von 250.000 Fahrzeugen gehabt. Dadurch seien die europäischen Werke bis Mitte kommenden Jahres ausgelastet, hatte Vertriebschef Detlef Wittig Mitte September auf der Automesse IAA in Frankfurt gesagt.
böl/dpa-AFX/Reuters
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