Washington - Kenneth Feinberg will die Einkommen hochrangiger Manager bei Konzernen, die Staatshilfen in Anspruch genommen haben, kappen. Unter anderem plane der Bonus-Beauftragte von US-Präsident Barack Obama, einen Teil der Gehälter in Form von Aktien auszahlen zu lassen, auf die die Manager mehrere Jahr nicht zugreifen könnten. Dies berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Die Maßnahme könnte in einigen Fällen mehr als 50 Prozent der Gehälter betreffen.
Feinberg überwacht im Auftrag des Weißen Hauses die Bezahlung von 175 Top-Managern bei sieben Unternehmen, die massiv vom Staat gestützt worden waren. Dazu gehören die Finanzkonzerne Bank of America
und Citigroup
, der Versicherer AIG
, die Autobauer General Motors
und Chrysler sowie deren frühere Finanzsparten GMAC Financial Services und Chrysler Financial.
Der Anwalt wolle seinen Plan Mitte Oktober vorlegen, berichtete die Zeitung. Obama will mit der Reform der Managerbezahlung die Bereitschaft zu hohen Risiken für kurzfristige Gewinne eindämmen.
jok/dpa
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH