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06.10.2009
 

Dollarschwäche

Goldpreis klettert auf neues Rekordhoch

Goldbarren: Der Run auf das Edelmetall geht weiterZur Großansicht
REUTERS

Goldbarren: Der Run auf das Edelmetall geht weiter

Die Rekordjagd geht weiter: Der Goldpreis ist auf ein neues Allzeithoch von mehr als 1043 US-Dollar je Feinunze geklettert. Experten begründen den Anstieg mit Spekulationen über das Ende des Dollars als Ölwährung.

London - Der Goldpreis ist am Dienstag auf einen neuen Rekordstand gestiegen: Die Dollarschwäche trieb den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze auf 1043,45 US-Dollar. Damit wurde die alte Rekordmarke vom März 2008 bei 1030,80 Dollar übertroffen. Spekulationen über eine angebliche Ablösung des US-Dollar als Abrechnungswährung für Rohöl hatten den Dollar am Morgen unter Druck gesetzt und den Goldpreis entsprechend in die Höhe getrieben.

Die Spekulationen um die Rolle der US-Währung im Rohstoffgeschäft wurden von einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Independent" angeheizt. Demnach erwägen die arabischen Golfstaaten, den Dollar im Rohölhandel durch einen Korb aus Währungen und Gold zu ersetzen. Die Ölstaaten dementierten den Bericht zwar, Experten sprachen jedoch von einem psychologischen Effekt. "Das reiht sich in eine Reihe von Versuchen ein, die Rolle des Dollar als Weltleitwährung zu schwächen", sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

Zusätzlich stützt nach Einschätzung der Commerzbank die robuste physische Nachfrage in Indien im Vorfeld wichtiger religiöser Feiertage und der Hochzeitssaison den Anstieg beim Goldpreis.

böl/dpa/Reuters

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