Düsseldorf - Der Opel-Interessent Magna ist noch immer nicht am Ziel. Dies wird durch ein Gutachten deutlich, das die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) im Auftrag der Bundesregierung erstellt hat. In dem Gutachten machen die Berater erhebliche Risiken im Magna-Konzept aus, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Demnach kommt PwC zu dem Ergebnis, dass die Absatzplanung eine große Herausforderung darstellt. Zudem berge das Konzept ein außerordentliches Risiko für Planverfehlungen. Aus Sicht der Berater sei das Sanierungskonzept nicht besonders robust und umfasse zu wenig Spielraum für Abweichungen nach unten, hieß es weiter.
Trotz der Bedenken bescheinige PwC Opel aber "grundsätzliche Sanierungsfähigkeit". Ein positives Fortführungsgutachten der Berater ist Grundvoraussetzung dafür, dass Staatshilfen an Opel fließen können.
Beim Absatz rechne Magna in diesem Jahr mit einem Einbruch auf nur noch 1,16 Millionen Fahrzeuge nach 1,55 Millionen Einheiten 2008, berichtete das "Handelsblatt" weiter. Ab 2010 soll der Opel-Absatz wieder kontinuierlich steigen.
Hohe Verluste in Eisenach
Deutlich schlechter steht es offenbar um das Opel-Werk in Eisenach. Es ist nach Informationen der "Welt" im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust der zur Adam Opel GmbH gehörenden Tochtergesellschaft lag demnach 2008 bei 569 Millionen Euro. Dies sei dem Jahresabschlussbericht der Opel Eisenach GmbH zu entnehmen, der dem Blatt vorliege. 2007 hatte das Minus noch 41 Millionen Euro betragen.
Ein Opel-Sprecher sagte der Zeitung, die Verluste des Werkes Eisenach seien eine zwangsläufige Folge des Verbundsystems beim US-Mutterkonzern General Motors (GM). Bei Opel in Eisenach wird der Corsa montiert, das Werk muss dafür Teile von anderen Standorten beziehen. Die fertigen Bleche für den Corsa kommen beispielsweise aus dem spanischen Opel-Werk in Saragossa. Dafür muss Opel Eisenach voll bezahlen. Ohne diese Belastung, die es bei der neuen Adam-Opel-Gesellschaft nicht geben soll, wäre Opel Eisenach eines der effizientesten Werke der Welt, sagte der Sprecher.
Die Geschäftsführung des Opel-Werks rechne allerdings für dieses Jahr mit einem Umsatzrückgang auf rund eine Milliarde Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr sowie mit einem operativen Verlust von 100 Millionen Euro, schreibt die "Welt". Angesichts des absehbar schwachen Autojahres werde auch für 2010 mit einem negativen operativen Ergebnis gerechnet, gehe aus dem Geschäftsbericht weiter hervor.
Laut "Financial Times Deutschland" könnte der Verkauf von Opel an Magna in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Möglicherweise liegt ein unterschriftsreifer Vertrag bereits am Montag oder Dienstag vor.
wal/ddp/dpa-AFX
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Mit dem Opel-Deal will sich Magna doch selbst retten. Wie sonst kriegt man kanppe 5 Milliarden (plus ggf. Zuschlag) umsonst? Magna selbst trägt doch allergeringstes Risiko. GM rückt doch in Wahrheit Opel niemals raus. Auch [...] mehr...
"Einem Gutachten im Auftrag der Regierung zufolge weist das Konzept der Austro-Kanadier erhebliche Risiken auf, der Sanierungsplan sei "nicht besonders robust". " Tja, ist da jetzt wirklich jemand [...] mehr...
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