Hamburg - Nach Datenpannen bei dem Finanzdienstleister AWD und dem Onlineportal SchülerVZ zeichnet sich auch bei der KarstadtQuelle Bank ein Sicherheitsproblem ab. Aus den Systemen der Bank seien zwar keine Kundendaten abgegriffen worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dennoch forderte die Bank in der vergangenen Woche Kunden mit der Karstadt-MasterCard in einem Schreiben dazu auf, ihre Karte "noch heute zu Ihrer eigenen Sicherheit zu sperren".
Die KarstadtQuelle-Bank ist ein großer Emittent der MasterCard-Kreditkarte. Allein im laufenden Jahr hat das Institut fast eine Million dieser Karten ausgegeben. In dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AP vorliegt, erklärt die Bank: "Unser internes Warnsystem hat uns gemeldet, dass Unbefugte Kenntnis über ihre Kreditkartennummer erhalten haben könnten." Auf diese Aufforderung reagierten viele Kunden der Bank verunsichert und wendeten sich unter anderem an die Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein.
"Die KarstadtQuelle Bank ergreift lediglich Sicherheitsmaßnahmen gegen Kreditkartenbetrug und bietet ihren Kunden einen kostenlosen Austausch potentiell gefährdeter Kreditkarten an", heißt es dazu in einer Stellungnahme. Die Banken würden in regelmäßigen Abständen über potentielle Datenabgriffe bei den weltweiten Akzeptanzstellen informiert.
Bank soll für mögliche Schäden aufkommen
In der vergangenen Woche habe die KarstadtQuelle Bank einen entsprechenden Hinweis erhalten, der einen kleinen Teil ihrer Kunden betreffen könnte. "Explizit weist die KarstadtQuelle Bank darauf hin, dass aus ihren Systemen keine Daten abgegriffen worden sind", teilte das Unternehmen mit - obwohl in dem Schreiben an die Kunden zumindest die Möglichkeit in Betracht gezogen wird.
Wie viele Kunden genau von der Sperraufforderung betroffen sind, gab die Bank nicht bekannt. Eine Sprecherin sagte aber, dass der Sicherheitshinweis an viele Kunden verschickt worden sei. Die Verbraucherzentrale in Schleswig-Holstein schreibt in einer Mitteilung zu dem Fall, dass in Anbetracht der hohen Kosten einer solchen Rückrufaktion davon auszugehen sei, dass es bereits zu Missbrauchsfällen gekommen sei und die KarstadtQuelle Bank den Schaden begrenzen wolle.
"Sollte sich herausstellen, dass es hier zu einer Datenpanne gekommen sein sollte, die die KarstadtQuelle Bank zu vertreten hat, so haftet diese auch dafür", sagte Boris Wita von der Verbraucherzentrale. "Lediglich, wenn dem Verbraucher ein grob fahrlässiges Verhalten im Umgang mit der Kreditkarte vorgeworfen werden kann, haftet der Verbraucher selbst."
Datenschützer warnt vor Freizügigkeit im Netz
Der Vorfall bei der KarstadtQuelle-Bank ist bereits der dritte Datenskandal, der in den vergangenen Woche bekannt geworden ist. Bei dem sozialen Netzwerk SchülerVZ wurden Daten aus einer Vielzahl von Nutzerprofilen kopiert und weiteren Personen zur Verfügung gestellt. Auch beim Finanzdienstleister AWD wurde ein Datenleck entdeckt.
Angesichts der Datenpanne bei SchülerVZ warnte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar davor , persönliche Daten ins Netz zu stellen. "Der Fall zeigt, dass man sich überlegen muss, wo man Daten preisgibt, speziell im Internet", sagte Schaar der "Berliner Zeitung". Daten, die im Internet stünden und von vielen Menschen genutzt würden, könnten schwer gegen Missbrauch geschützt werden.
ssu/AP
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Eventuell auch irgend was schriftliches vor dem Betreten des Scheißhauses? Spaß beiseite. Ihr Vorschlag würde nur in Deutschland rund 500.000 Arbeitsplätze kosten. In Europa 3,5-4 Millionen. mehr...
Wäre es wirklich schädlich für die Konjunktur, wenn gelten würde: Telefonanruf nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Kunden. Email-Kontakt nur nach opt-in durch den Kunden. Fax-Kontakt nur nach vorheriger [...] mehr...
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