Frankfurt am Main - Unterm Strich verdiente das größte heimische Geldhaus nach vorläufigen Zahlen im dritten Quartal rund 1,4 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war der Überschuss als Folge der Finanzkrise noch auf 414 Millionen Euro gesunken. "Es wird erwartet, dass alle Geschäftsbereiche positive Ergebnisse ausweisen werden", teilte die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mit.
Vor Börsenbeginn hatten die Zahlen noch für leichte Kursgewinne gesorgt. Doch bereits kurz nach dem Schlag der Eröffnungsglocke im Parkettsaal drehte sich die Stimmung: Aktien der Deutschen Bank rutschten mit einem Verlust über drei Prozent auf 53,670 Euro ans Ende der Rangliste der Dax-Konzerne. "Die Zahlen sind sicher nicht schlecht", urteilte ein Händler nach der ersten Durchsicht des Zahlenwerks. "Unter dem Strich hat die Deutsche Bank aber entscheidend von Sondererträgen profitiert", sagte ein anderer. "Vor Steuern haben sie die Analystenerwartungen zwar leicht übertroffen, aber nicht das geliefert, was sich einige Anleger nach den Zahlen der US-Wettbewerber vielleicht erträumt haben."
JPMorgan Chase und Goldman Sachs
hatten die Messlatte erhöht und deutlich mehr als die Deutsche Bank verdient. Sie gehören zusammen mit den Frankfurtern zu den Instituten, die sich am schnellsten von der Finanzkrise erholt haben.
Die Deutsche Bank hatte bereits in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres wieder Milliarden verdient. Grund war das florierende Investmentbanking, speziell der Handel mit Anleihen und Währungen. Vor Steuern verdiente die Deutsche Bank nun von Juli bis September um die 1,3 Milliarden Euro nach 93 Millionen Euro vor einem Jahr. Im Vergleich zum zweiten Quartal blieb das Ergebnis stabil.
Das bessere Abschneiden unterm Strich rührte nach Angaben der Bank aus steuerfreien Erträgen und dem erfolgreichen Abschluss mehrerer Steuerprüfungen früherer Jahre her. Die Bank konnte nicht zuletzt dadurch ihr finanzielles Polster aufstocken: Die Kernkapitalquote erhöhte sich weiter auf 11,7 Prozent.
Einkaufstour in Europa
Im Privatkundengeschäft schaffte die Deutsche Bank die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Probleme in der Vermögensverwaltung und die Abkommandierung von Verwaltungsmitarbeitern in die Filialen hatten zuletzt zu Verlusten geführt. Dabei hat sich Bankchef Josef Ackermann auf die Fahnen geschrieben, das Privatkundengeschäft auszubauen. Er übernahm die Berliner Bank, die Norisbank und Teile der Postbank
.
Gerade greift Ackermann nach der Vermögensverwaltung der angeschlagenen, aber höchst angesehenen Privatbank Sal. Oppenheim. Bis Ende des Monats soll der Einstieg über die Bühne gehen. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren. Am Investmentbanking der Luxemburger hat Ackermann dagegen kein Interesse. Dieses dürfte an die australische Macquarie Bank
gehen.
Auch im italienischen Privatkundengeschäft werden der Deutschen Bank Übernahmegelüste nachgesagt. Demnach hat sie sich 150 Filialen der Bank Monte dei Paschi di Siena angeschaut, hat derzeit aber keine Eile, auch zu einem Abschluss zu kommen. Dagegen haben die Frankfurter am Dienstag in den Niederlanden zugeschlagen und sich im zweiten Anlauf die Mittelstandsbank Hollandsche Bank-Unie gesichert.
Über die Geschäftsaussichten schwieg sich die Deutsche Bank bei der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen aus. Am 29. Oktober legt das Institut die komplette Zwischenbilanz vor.
mik/dpa-AFX/Reuters
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Die Idee mit den Holdings gefällt mir prinzipiell, ich würde aber "die Axt" auch im Insolvenzrecht ansetzen, und zwar dergestalt, dass der Staat wie bisher einspringt, um praktisch die Zahlungsverpflichtungen zu [...] mehr...
Dass eine geringere reale Kreditnachfrage vorhanden ist, ist ja ein Teil des Problems. Mangels solventer Kreditnehmer ( immer dran denken, dass die Bilanzen ausgeglichen sein müssen ) wurde eben - -vond er FED initiiert - an [...] mehr...
Ich gebe Ihnen insofern recht, dass die Banken weitermachen müssen. Was Sie beschreiben ist nur eine Seite der Medaille. Das Dilemma ist doch, dass das Geld nun einmal an die Banken ausgegeben ist. Ich bezweifle allerdings, dass [...] mehr...
Hahahaha.....ich kann Sie gut verstehen und finde Ihren Sarkasmus erfrischend. Nur das mit den 68ern sollten Sie sich nochmals überdenken und siedeln Sie bitte Schröder und Fischer nicht bei den "Sozis" an. Sie sind [...] mehr...
Also ich meine so : Auf einer Kleinbank können sich kleine Ärsche den Arsch breitsitzen und auf einer Großbank eben große. Eine Bank ist schließlich eine Bank, zum Sitzen gemacht. Und die Frage "Braucht Deutschland die [...] mehr...
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