Madrid - Magna-Co-Chef Siegfried Wolf erzielte am Donnerstag in einem Spitzentreffen mit Vertretern spanischer Gewerkschaften und Politikern eine vorläufige Einigung über die Zukunft des Opel-Werks in Figueruelas bei Saragossa. Das kanadisch-österreichische Unternehmen habe zugesagt, nur 900 statt wie bislang geplant 1300 bis 1650 Arbeitsplätze zu streichen und die Stärke der Belegschaft bis Sommer 2011 nicht anzutasten, teilten die Gewerkschaften UGT und CCOO mit.
Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Produktion bis 2013 stark gedrosselt werden. Nun habe Magna zugesichert, dass alle Corsa-Ableger wie der Tigra in dem Standort gebaut würden. Die Einigung bewahre die Produktionskapazität des Werks, erklärte ein UGT-Sprecher. Die geplanten vier eintägigen Streiks sollen dennoch vorerst nicht abgesagt werden, bis die Belegschaft zugestimmt habe. Ihnen soll der neue Plan am Montag vorgestellt werden.
Damit hätte Magna die letzte Hürde auf Seiten der Arbeitnehmer genommen. Im Werk von Vauxhall im britischen Ellesmere Port waren bereits zuvor durch Zugeständnisse der deutschen Arbeitnehmervertreter Arbeitsplätze gesichert worden. Zudem gibt es vorläufige Vereinbarungen mit den Gewerkschaften in Polen, Österreich, Belgien und Deutschland.
Dort wird über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer zwar weiter verhandelt, die gegen Lohnverzicht mit zehn Prozent an der "neuen Opel" beteiligt werden sollen. Diese Gespräche gelten aber nicht als Hindernis für die Unterschriften unter die Kaufverträge des bisherigen Opel-Eigners General Motors mit Magna.
wit/Reuters/ddp
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