Reykjavik - Island wird in wenigen Tagen keinen einzigen McDonald's mehr haben. Die beiden Filialen der US-Fast-Food-Kette auf der Insel schließen am 1. November, wie die isländische Betreiberfirma Lyst mitteilte. Grund seien die in der Krise deutlich gestiegenen Kosten. "Die Entscheidung ist nicht leichtgefallen", sagte Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson. McDonald's sei "noch nie so gut besucht gewesen" wie zuletzt. "Aber die Gewinne waren zugleich nie so klein."
McDonald's musste in Island alle Waren - Fleisch, Gemüse, Käse und sogar die Verpackungen - importieren. Der isländische Markt war zu klein, um diese Produkte vor Ort zu produzieren. Bislang bezogen die Fast-Food-Restaurants ihre Ware aus Deutschland. Nach dem Absturz der isländischen Krone in Folge der Finanzkrise, die Island besonders stark getroffen hat, hätten sich die Kosten dafür verdoppelt, sagte Ogmundsson. Der Euro hat seit März 2008 gegenüber der isländischen Krone fast 80 Prozent an Wert gewonnen.
Ogmundsson will die Imbisse nach eigenen Angaben nun unter einem anderen Namen weiter betreiben - und setzt darauf, dann günstigere isländische Produkte zu verarbeiten. Die erste McDonald's-Filiale in Island hatte 1993 eröffnet. Der damalige Regierungschef David Oddsson hatte den ersten Burger gegessen.
wal/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
Themaverfehlung? mehr...
... dazu führen würde, dass Europa "Mc-Donald-frei" wird (wie aktuell Island), finde ich es doppelt schade, dass diese "herbeigeredete Krise" (auch) in Europa nicht stattgefunden hat! Aber ich gebe zu [...] mehr...
..... Sicher, und der Prozeß ist schon an den Finanz- und Rohstoffmärkten zu sehen. Er erreicht uns nur noch nicht so drastisch, weil der Dollar (aufgrund der Unmengen, die davon in Umlauf gebracht wurden...) schwächelt. [...] mehr...
OK! Aber das war ja auch eine Antwort auf die Hypothese, "Das Geld iss futsch!" Dass unter unserem ökologischen Fußabdruck schon kein Gras mehr wächst und das nicht besser wird, wenn jetzt noch mal die fünffache Menge [...] mehr...
Weitere 2,5 Milliarden Menschen auf dem Sprung.....Was mich an Ihren Hypothesen stört , ist,das Sie die Tatsache das diese jene 2,5 Milliarden Menschen dann auch entsprechend Energie verbrauchen völlig ausser Betracht lassen.Die [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Finanzkrise ab 2007 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH