Wirtschaft


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27.10.2009
 

Anzeichen für neuen Abschwung

Zentralbank warnt vor europaweiter Kreditklemme

Europäische Zentralbank in Frankfurt: Rückläufige Kreditvergabe - erstmals seit 1992Zur Großansicht
AP

Europäische Zentralbank in Frankfurt: Rückläufige Kreditvergabe - erstmals seit 1992

Die Aussichten für die Konjunktur verdüstern sich wieder: Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank kommen die Unternehmen immer schwieriger an Kredite. Sorge bereitet auch das Wachstum der Geldmenge - Analysten warnen bereits vor einem neuen Abschwung.

Frankfurt am Main - Der Optimismus der vergangenen Wochen scheint verflogen: Nachdem es immer mehr Anzeichen für eine Konjunktur-Erholung gab, schlägt das Pendel nun wieder in die andere Richtung um. Anlass sind neue Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB). Demnach ist die Kreditvergabe der Banken in den 16 Euroländern im September erstmals seit Einführung der Statistik 1992 gesunken.

Damit nehmen die Anzeichen für eine Kreditklemme massiv zu. Die Summe der an Firmen und private Haushalte ausgereichten Darlehen fiel um 0,3 Prozent, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Im August hatte es noch ein Plus von 0,1 Prozent gegeben.

Auch das Wachstum der Geldmenge M3 verlangsamte sich. Das Plus lag nur noch bei 1,8 Prozent nach 2,6 Prozent im August. Analysten hatten ein Plus von 2,2 Prozent erwartet. Die Geldmenge M3 ist für die Zinspolitik der EZB wichtig. Sie umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren Laufzeit.

Analysten reagierten besorgt auf die Daten der EZB. In einer aktuellen Studie der Commerzbank Chart zeigen heißt es, die Kreditvergabe im Euro-Raum sei nach wie vor schwach. Die EZB dürfte deshalb ihre vorsichtige Haltung beibehalten. Mit anderen Worten: Zinserhöhungen sind nicht in Sicht. Allerdings führt die Commerzbank die schwache Kreditvergabe nicht auf eine Kreditklemme, sondern in erster Linie auf eine geringe Nachfrage zurück.

Noch pessimistischer geben sich die Analysten der italienischen Bank UniCredit Chart zeigen, zu der auch die deutsche HypoVereinsbank gehört. Die jüngsten Geldmengendaten der EZB seien "der Vorbote einer erwarteten Konjunkturabschwächung". Insbesondere die deutsche Konjunktur dürfte sich im kommenden Jahr abkühlen, schätzt UniCredit.

wal/Reuters/dpa-AFX

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Die neuesten Beiträge:
10.10.2011 von hansjoki: ich denke . JA !

Dazu muss man wissen, dass das "Barometer" des Börsen-Zirkus nur bedingt der Maßstab für die Realwirtschaft sein kann. Aber solange der Bürger (noch) nicht realisiert hat, dass der "Erfolg" der Euro- und [...] mehr...

09.10.2011 von ugaugamann:

Die Konjunktur ist der ,, Dead Man Walking ,, aber das kann man dem Bürger nicht sagen ( weil der allmächtige Markt mithört ) und deshalb haben wir manchmal Hochkonjunktur dann wieder eine sich erholende Konjunktur und ab [...] mehr...

06.10.2011 von Websingularität: Wirtschaftsnobelpreis

Der Wirtschaftsnobelpreis geht dieses Jahr an das SPON-Wirtschaftsforum für die vielen geistreichen Beiträge. Der Preis muss dann unter tyriondragon, delinquent, atair, Sybilla84, makosen, Patrik74 und den anderen [...] mehr...

25.09.2011 von tyriondragon: Hinweise

Allerlei Halbwahrheiten der Ökonomie und Medien und über das Scheitern von Freihandels-Lehre und Monetarismus der Chicagoger Schule der Volkswirtschaft! Manfred Julius Müller http://www.neo-liberalismus.de [...] mehr...

01.09.2011 von delinquent: Volksverdummung

Sie haben sich sehr viel Mühe mit Ihren Beiträgen gegeben, die auch für einen gänzlich Unwissenden einen fundierten Überblick liefern.Respekt. Man sollte meinen es müßten logische, rationale Beschlüsse daraus folgern,aber [...] mehr...

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