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29.10.2009
 

Schwächelnde Wirtschaft

Ackermann fordert Rückzug des Staates

Deutsche-Bank-Chef Ackermann: "Schwache Firmen nicht künstlich am Leben erhalten"Zur Großansicht
ddp

Deutsche-Bank-Chef Ackermann: "Schwache Firmen nicht künstlich am Leben erhalten"

Die Starken sollen von der Krise profitieren, die Schwachen untergehen: Josef Ackermann polarisiert mit marktradikalen Thesen. Der Deutsche-Bank-Chef fordert einen baldigen Rückzug des Staats aus der Wirtschaft - die Regierung solle "Überwacher des Wettbewerbs sein, nicht Teilnehmer".

Berlin - Josef Ackermann ist als Verfechter der reinen Marktlehre bekannt. Jetzt macht der Deutsche-Bank-Chef seinem Ruf wieder alle Ehre.

Gerade erst konnte sein Institut Stärke beweisen, indem es einen Milliardengewinn auswies und die Boni für Mitarbeiter erhöhte. Nun fordert Ackermann die neue Bundesregierung dazu auf, schwache Unternehmen nicht mehr lange mit Staatshilfen zu päppeln. Der Staat solle sich bald aus der Wirtschaft zurückziehen, sagte er bei einem Auftritt in Berlin.

Subventionen, die schwache Firmen künstlich am Leben erhalten, würden den Wettbewerb austrocknen und die Wirtschaftskultur gefährden. Der Staat solle "Überwacher des Wettbewerbs sein, nicht Teilnehmer", sagte Ackermann. Staatliche Hilfen seien in der Krise richtig gewesen, dürften aber keine Dauerlösung sein. Die Stimmenmehrheit für Union und FDP sei ein Votum der Bürger "gegen noch mehr Staat" gewesen.

Außerdem forderte der Deutsche-Bank-Chef von der Bundesregierung eine glaubwürdige Konsolidierung der Staatsfinanzen. "Sonst kommt die expansive Haushaltspolitik der letzten Jahre am Ende doch als Bumerang höherer Steuern zurück", sagte er. Um die private Initiative in Deutschland zu stärken, müsse es die Aussicht auf eine Entlastung bei "staatlich administrierten Kosten" geben.

Finanzkrise noch nicht überstanden

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hält Ackermann für noch nicht überstanden. "An den Finanzmärkten ist das Vertrauen noch nicht zurück. Deutliche Rückschläge sind möglich." Nach seiner Einschätzung wird die wirtschaftliche Entwicklung noch mindestens ein Jahr lang nicht selbsttragend sein. In dieser Zeit werde auch das Zinsniveau "sehr niedrig" und die Finanzpolitik expansiv bleiben.

Ackermann äußerte sich außerdem zu Umstrukturierungen des Finanzsystems, die die neue Regierung laut Koalitionsvertrag anstrebt. Der Deutsche-Bank-Chef sagte, er befürworte die Gründung einer neuen europäischen Rating-Agentur in Konkurrenz zu den etablierten US-Agenturen, die die Krise durch zweifelhafte Bewertungen befeuert hatten. Leider habe sich jedoch "bis jetzt keiner gefunden, der die Finanzierung übernehmen würde". Die Banken selbst, deren Produkte ja bewertet werden sollten, schieden als Geldgeber für das teure Projekt aus.

Ackermann sagte, zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte seien nicht mehr, sondern bessere Regeln erforderlich. Außerdem müssten diese international abgestimmt sein. Die Banken hätten zudem sehr wohl aus der Krise gelernt, so habe etwa sein Haus seine Bilanzsumme deutlich reduziert und zugleich die Eigenkapitalquote von neun auf 11,7 Prozent hochgesetzt.

ssu/AP/Reuters

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insgesamt 64 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
01.11.2009 von DorisP: Schwächelnde Wirtschaft: Ackermann fordert Rückzug des Staates

- Die Regierung nimmt unsere SteuerGelder, um sie via die Teutsche Bundesbank gibt es zum 0% Zins dem Ackerman,Nonnenmacher&Co... - Die KMUs bitten ihre Teutschen Hausbankster, um Kredite, weil sie in die Zukunft [...] mehr...

01.11.2009 von H. Hipper: Wie pragmatisch...

Eine ziemlich ideologische Sichtweise für jemanden der sich selbst "Pragmatist" nennt. Übrigens meine ich mich dunkel daran erinnern zu können, dass besagter J. Ackermann lauthalts nach dem Staat geschrien hatte, [...] mehr...

01.11.2009 von Der Pragmatist: Staatliche Einmischung zerstoert die Wirtschaft

Der Ackermann hat recht. Niemand kann die Wirtschaft mehr stoeren oder gar zerstoeren als die ewige Einmischung der Buerokraten in die Wirtschaft. Je weniger Einmischung des Staates, je besser laeuft die Wirtschaft. [...] mehr...

31.10.2009 von pax: linke und rechte Lobby

Diesen Kontakt gibt es genauso mit den Gewerkschaften. Ich erinnere nur daran wie Frau Engelen-Käfer zu Schröders Zeiten nicht müde wurde zu betonen, dass ohne ihre persönliche Zustimmung , die Regierung handlungsunfähig wäre. [...] mehr...

31.10.2009 von estragon001: die spinnen die römer...

So n' geballten UNSINN hab' ich hier (Forum) schon lange nicht mehr gelesen... Das ist so VIEL blanker UNSINN daß ich mir glatt erspare im Detail darauf einzugehen. Zurück an den Anfang und alles noch mal gaaanz langsam [...] mehr...

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