Berlin - Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beendet. Die 130.000 Tarifbeschäftigten erhalten wie geplant von Dezember an drei Prozent mehr Lohn. Zudem bleibt die allgemein verbindliche Arbeitszeit der Post-Mitarbeiter von 38,5 Wochenstunden bestehen. Damit arbeiten die Angestellten weiterhin kürzer als im öffentlichen Dienst.
Die Details teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di am Freitagmittag in Berlin mit. Die Tarifkommission habe der Abmachung einstimmig zugestimmt, sagte eine Sprecherin. Unternehmen und Gewerkschaft einigten sich demnach auf eine längere Laufzeit für den Tarifvertrag. Der bestehende Vertrag werde um ein Jahr bis Juni 2011 verlängert, erklärte die Gewerkschaft.
Die Post geht damit doch noch auf die Forderungen der Belegschaft ein. Zuvor hatte der Post-Vorstand die bereits im Frühjahr 2008 vereinbarte Lohnerhöhung noch verschieben oder sogar ganz aufheben wollen - wegen des Umsatzeinbruchs bei der Post und dem wachsenden Druck durch erheblich billigere Konkurrenten.
Ver.di hatte daraufhin mit Streiks gedroht. Ein Arbeitskampf aber hätte Einfluss auf das wichtige Weihnachtsgeschäft der Post gehabt. Das vierte Quartal des Geschäftsjahres ist für den Postkonzern das mit Abstand wichtigste.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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