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01.11.2009
 

Russland

Putin warnt EU vor Problemen bei Gaslieferungen

Russlands Regierungschef Putin: Engpässe bei der Gasversorgung EuropasZur Großansicht
AP

Russlands Regierungschef Putin: Engpässe bei der Gasversorgung Europas

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Europäische Union auf mögliche Engpässe bei der Lieferung von Erdgas hingewiesen. Grund seien neue Zahlungsschwierigkeiten der Ukraine.

Moskau - Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat vor möglichen neuen Engpässen bei der Gasversorgung für die europäischen Verbraucher gewarnt. Grund seien neue Zahlungsprobleme der Ukraine, dem wichtigsten Transitland für die Gaslieferungen in die EU, sagte Putin am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax. Putin habe Schweden als amtierende EU-Ratspräsidentschaft über die Finanzprobleme der Ex-Sowjetrepublik telefonisch informiert.

Dabei habe Putin darauf aufmerksam gemacht, dass es von Seiten der Regierung in Kiew Hinweise gebe, dass das russische Erdgas möglicherweise nicht bezahlt werden könne. In der Folge könne es zu Engpässen bei der Lieferung des Erdgases über die Ukraine für die Verbraucher in Westeuropa kommen.

In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Probleme gegeben, weil die Ukraine ihre Gasrechnungen in Russland nicht rechtzeitig begleichen konnte und die russischen Konzerne daraufhin die Transitlieferungen Richtung Westeuropa abzubrechen drohten oder sogar blockierten. Dies war zuletzt im Januar der Fall, als die Lieferungen tatsächlich eingestellt wurden. Anfang des Jahres hatte ein wochenlanger Streit zwischen Kiew und Moskau um nicht bezahlte Rechnungen zu dramatischen Lieferausfällen auch in Ost- und Westeuropa geführt.

Der vom Staat kontrollierte russische Gaskonzern Gazprom Chart zeigen und das ukrainische Unternehmen Naftogas hatten zuletzt übereinstimmend mitgeteilt, es gebe keine Probleme mit den Rechnungen. Allerdings erklärte Kiews Regierungschefin Julia Timoschenko bei einem Telefonat mit Putin in der vergangenen Woche, dass der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko kein weiteres Geld für die Gaszahlungen freigebe.

Die finanzschwache Ukraine ist wegen eines Machtkampfes zwischen Juschtschenko und Timoschenko seit Monaten innenpolitisch gelähmt. In dem Land sind am 17. Januar Präsidentenwahlen geplant.

wit/dpa/AFP

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