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03.11.2009
 

Mega-Übernahme

Buffett kauft Eisenbahn-Konzern für 44 Milliarden Dollar

Burlington-Anlage in Nebraska: Der Eisenbahn-Konzern transportiert Kohle durch die USAZur Großansicht
AP

Burlington-Anlage in Nebraska: Der Eisenbahn-Konzern transportiert Kohle durch die USA

Es ist der größte Deal, den Warren Buffett bisher gestemmt hat: Für 44 Milliarden Dollar kauft seine Investmentfirma Berkshire Hathaway den US-Eisenbahn-Konzern Burlington Northern Santa Fe. Nach Buffetts Worten handelt es sich dabei um eine Wette.

New York - Der US-Multimilliardär Warren Buffett macht den Güterverkehr auf der Schiene zum Ziel der größten Übernahme in seiner Firmengeschichte. Seine Fondsgesellschaft Berkshire Hathaway Chart zeigen kündigte am Dienstag die vollständige Übernahme der Bahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe an. Insgesamt bietet Buffett 100 Dollar je Burlington-Aktie - einen Aufschlag von 31,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag.

Berkshire bezifferte den Gesamtwert der Transaktion auf ungefähr 44 Milliarden Dollar. In dem Geschäft seien zehn Milliarden Dollar Schulden des Bahnbetreibers enthalten. Buffetts Investmentgesellschaft hält an Burlington bereits 22,6 Prozent und kauft nun die restlichen 77,4 Prozent. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2010 erwartet.

Der Multimilliardär setzt mit dem Geschäft auf eine Konjunkturerholung in den USA. "Es ist eine Wette auf die wirtschaftliche Zukunft der USA. Ich liebe Wetteinsätze", sagte Buffett. Der Bahnverkehr auf der Schiene sei entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas. Seine Beteiligung an Burlington Northerns Rivalen Union Pacific will Buffett aber nicht aufstocken. Die beiden Unternehmen sollten für die nächsten fünfzig Jahre Konkurrenten bleiben, betonte er in einem Interview auf CNBC.

Nettogewinn: 3,3 Milliarden Dollar

Die Anteilsscheine von Burlington sprangen nach Bekanntgabe der Fusionspläne vorbörslich 28 Prozent in die Höhe. Der Kauf beflügelt auch die Aktien der Konkurrenten. Union Pacific verteuerten sich um 8,1 Prozent, CSX um 8,5 Prozent. Buffett ist der zweitreichste Mensch der Welt. Berkshire kontrolliert rund 80 Firmen. Zur breiten Palette der Holdinggesellschaft gehören neben Versicherern auch Versorger, Restaurantketten, Textilunternehmen, Großhandelskonzerne und Schmuckhersteller.

Berkshire hatte im zweiten Vierteljahr sein bestes Quartalsergebnis seit fast zwei Jahren vorgelegt. Dank der sich wieder erholenden Aktienmärkte belief sich der Nettogewinn auf 3,3 Milliarden Dollar, ein Plus binnen Jahresfrist von 14 Prozent. Sechs Quartale lang hatte der Investmentfonds schrumpfende Gewinne hinnehmen müssen. Im Zuge des Aufwärtstrends an den Börsen profitierte das Unternehmen von einer Wertsteigerung seiner Kapitalinvestitionen und Derivate. Der Umsatz der Investmentfirma aus Omaha im Bundesstaat Nebraska fiel indes um zwei Prozent auf 29,61 Milliarden Dollar.

ore/Reuters/dpa-AFX

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Die neuesten Beiträge:
17.11.2009 von tom_hwi:

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Im Endeffekt sind die hohen Rohstoffpreise und der hohe Dax/Dow Jones nur das Ergebnis der Billionen Dollar die in den Markt gepumpt wurden. Demzufolge sind diesen Geldmengen keine realen Werte [...] mehr...

16.11.2009 von sfb:

Öl wird in Dollar notiert, deshalb "steigt" der Preis, wenn der Dollar fällt. Es gibt ja nicht nur Blasen im Ölpreis, sondern in allen Anlageklassen. Dies liegt an den riesigen Geldmengen, mit denen die Märkte [...] mehr...

16.11.2009 von sfb:

If you want a new idea, read an old book. ;-) Besonders dumm und zugleich scheußlich hat man in der Zeit des billigen Öls in den 60er und 70er Jahren gebaut. Gesellschaftlich eine Zeit des Aufbruchs, aber auch der [...] mehr...

16.11.2009 von Eberschmidt:

Ich kann Ihnen nur zustimmen und freue mich, daß auch andere solches erkennen. Man muß nur mal wirklich alte Quellen unvoreingenommen und nicht mit der Arroganz der Moderne lesen und verstehen. Oder einfach mal alte Gebäude [...] mehr...

16.11.2009 von tom_hwi: Ölpreis von Aktienmarkt und Dollarschwäche befeuert

Stimmt, nur verwundert mich immer wieder, wie weit sich teilweise der Ölpreis von den Fundamentaldaten entfernt und sich in regelmäßigen Abständen riesige Blasen bilden können, die dann umso lauter platzen und den Ölpreis mit [...] mehr...

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