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04.11.2009
 

Goldman Sachs und Co.

Finanzkonzerne sollen E.on-Stromnetz kaufen

E.on-Stromleitung: Der Netzverkauf war eine Auflage der EU-KommissionZur Großansicht
ddp

E.on-Stromleitung: Der Netzverkauf war eine Auflage der EU-Kommission

Erst Vattenfall, jetzt E.on: Der größte deutsche Energiekonzern steht offenbar kurz davor, sein Hochspannungsnetz abzustoßen. Laut "FTD" kommt als Käufer ein Konsortium in Frage, zu dem auch Deutsche Bank und Goldman Sachs gehören.

Hamburg - Auf dem deutschen Energiemarkt finden große Umwälzungen statt. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Vattenfall Europe sein Höchstspannungsnetz an ein Finanzkonsortium aus Goldman Sachs, Deutscher Bank und Allianz verkaufen möchte. Jetzt sickert durch: Auch der größte deutsche Energiekonzern E.on steht offenbar unmittelbar davor, rund 10.000 Kilometer Stromleitungen zu verkaufen.

"Die Öffentlichkeit wird darüber voraussichtlich in der kommenden Woche informiert", zitiert die "Financial Times Deutschland" Insider. Eine Gelegenheit wäre die Vorlage des Zwischenberichts über das dritte Quartal am 11. November.

E.on würde damit eine Auflage der EU-Kommission erfüllen. Für die Zusage, das Hochspannungsnetz sowie 4800 Megawatt Kraftwerksleistung zu verkaufen, hatte die Brüsseler Wettbewerbsbehörde im Sommer 2008 ein Verfahren gegen den Konzern eingestellt.

Als Käufer des Netzes kommt laut "FTD" ein Konsortium aus Töchtern von Deutscher Bank und Goldman Sachs in Frage. Es ist offenbar dasselbe Konsortium, das sich auch mit Vattenfall grundsätzlich über den Erwerb des 9700 Kilometer langen Stromnetzes geeinigt habe. Angeblicher Kaufpreis: rund 500 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat habe nach Zugeständnissen an die Arbeitnehmerseite das Geschäft am Montag abgenickt, hieß es. Sprecher beider Unternehmen wollten sich gegenüber der Zeitung nicht äußern.

Legt man die 500 Millionen Euro für die Vattenfall-Leitungen zugrunde, dürfte das umfangreichere E.on-Netz noch deutlich mehr wert sein.

Die anderen beiden großen Stromkonzerne Deutschlands, RWE und EnBW, hatten dagegen erklärt, an ihren Netzen festzuhalten. Die Gründung einer einheitlichen Deutschen Netz AG, wie die Bundesregierung sie anstrebt, könnte damit nur gegen den Willen der beiden Konzerne durchgesetzt werden.

wal/ddp

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insgesamt 85 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
06.11.2009 von kdshp:

Energiekonzerne - zu viel Macht? Hallo, nicht nur die ! Man sieht j auch an dem Opel ding was sich die wirtschaft bzw. einzelen unternehmen rausnehmen können. Also bezogen darauf wie die mit der regierung aus schwarz/gelb [...] mehr...

05.11.2009 von Rums: Seilschaften jubeln über d i e s e EU.

Treffend bemerkt! Die EU ist sozialfeindlich und ohne Volksbasis. Sie ist eine Schande für den gesunden Menschenverstand. - mehr...

05.11.2009 von dale_gribble:

Aber ist das nicht der Hauptzweck dieses Machwerks? mehr...

05.11.2009 von Rums: Die Verlogenheit der EU.

Die EU ist ein riesiges Monstrum --- ein seelenloser Kapital-Bedienungs-Apparat. Das tollste Beispiel dafür, daß diese EU in keiner Weise aus der katastrophalen Finanzkrise gelernt hat, liefert uns jetzt die [...] mehr...

04.11.2009 von Bernd Klehn:

"Als Käufer des (Strom)Netzes kommt laut "FTD" ein Konsortium aus Töchtern von Deutscher Bank und Goldman Sachs in Frage." Im Augenblick stehen wir als Verbraucher bei den Stromkosten im Regen. Nach dem [...] mehr...

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