Frankfurt am Main - Der US-Autobauer General Motors (GM) will seine Europa-Tochter Opel nach einem schon vorliegenden Sanierungskonzept neu aufstellen - und droht indirekt damit, man wolle damit eine Insolvenz vermeiden. Eine Pleite des Autobauers wäre nicht im Interesse von GM, Kunden, Mitarbeitern und Zulieferern, sagte eine GM-Europe-Sprecherin am Mittwoch.
Das US-Unternehmen wolle die Fixkosten bei Opel um 30 Prozent reduzieren. Das sieht bereits der Ende 2008 erstellte "Viability-Plan" des Konzerns vor. Zum Umfang eines möglichen Stellenabbaus und Werksschließungen wollte sich GM nicht äußern. Zunächst solle der Restrukturierungsplan den beteiligten Regierungen vorgelegt werden.
Der Viability-Plan war zum ersten Mal im Dezember 2008 erstellt worden, im Februar 2009 wurde er aktualisiert. Damals steckte GM in einem Dilemma: Einerseits wollte sich der Konzern möglichst Opel-freundlich geben, um Staatshilfen der europäischen Regierungen zu erhalten. Andererseits stand GM unter dem Druck der amerikanischen Öffentlichkeit, möglichst hart zu sanieren - denn US-Gelder sollten nicht verschwendet werden. Entsprechend vage ist der Viability-Plan seinerzeit ausgefallen (siehe PDFs in der linken Spalte).
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Der Betriebsrat kündigt Warnstreiks an
Die Opel-Beschäftigten lehnen dies ab. Es werde keinen Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung von Opel geben, sagte Betriebsratschef Klaus Franz. Man verlange die sofortige Auszahlung von gestundeten Tariferhöhungen. Die Arbeitnehmer würden auch nicht wie geplant in den kommenden Jahren durch Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld Millionenbeträge einsparen - dies hatten sie für den Fall zugesagt, dass der Zulieferer Magna und der russische Partner Sberbank den Zuschlag erhalten. Franz kündigte Proteste an und rief zu Warnstreiks ab diesem Donnerstag auf. Die Mitarbeiter wollten sich nicht von GM erpressen lassen, sagte er. Aus seiner Sicht sei das Konzept von GM für Opel nicht tragfähig: "Den Weg zurück zu General Motors werden wir nicht mitgestalten, sondern unsere klassische Schutzfunktion für die Belegschaften wahrnehmen."
Zahlreiche deutsche Politiker reagierten mit Empörung auf den GM-Schwenk. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte, das Verhalten des Unternehmens zeige "das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus". Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) nannte die Entscheidung "völlig inakzeptabel".
böl/Reuters
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Den belgischen Medien zufolge waren es an die 30.000 Demonstranten, die heute in Brüssel für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Strasse gingen. Da sieht das Bild schon ein wenig anders aus... mehr...
So ticken halt Amerikaner. Alles toll, alles super, aber keine Entscheidungen. GM ist das Beispiel für Größenwahn. Jetzt will GM noch Mrd-Zuschüsse für Opel. Wie wird wohl der Überflussminister der FDP wohl darauf antworten. [...] mehr...
Zitat von Rainer Daeschler Genau das passiert im Prinzip, nur eben auf GMs Kosten, statt die des Steuerzahlers. Ich sprach ja auch nicht von der üblichen Grundversorgung von Automobilunternehmen in Deutschland durch die [...] mehr...
Ach so, und ich hab gedacht die Abwrackpraemie, Harz4 und Kurzarbeit das bezahlt der der Steuerzahler. Aber wenn ja nun GM die Ueberkapazitaeten bezahlt, dann koennen wir ja weitermachen wie bisher. mehr...
verursacht durch den Spinner Lopez vom Opus dei,dessen Mitarbeiter die Uhr am rechten Arm tragen MUSSTEN, hat Opel noch nicht zurückgefunden zur Anerkennung als solide Qualitätsmarke.Das ist auch berechtigt nach meinen [...] mehr...
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