Mittwoch, 10. Februar 2010

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Goldpreis

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04.11.2009
 

Rekordpreis

Gold ist so teuer wie nie zuvor

Goldbarren in der Schweiz: Das Edelmetall wird zum Mainstream-Investment
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REUTERS

Goldbarren in der Schweiz: Das Edelmetall wird zum Mainstream-Investment

Mehr als 1090 Dollar für eine Feinunze: Der Goldpreis ist am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch geklettert. Anleger fürchten steigende Inflationsraten und setzen verstärkt auf das Edelmetall - Experten wetten auf noch höhere Kurse.

London - Der Goldpreis hat neue Rekordhöhen erklommen: Eine Feinunze (31,10 Gramm) des Edelmetalls kostete am Mittwoch erstmals mehr als 1090 Dollar. Im Vormittagshandel in London notierte der Goldpreis zwischenzeitlich bei 1093,10 Dollar, dem höchsten jemals verzeichneten Stand. Erst am Dienstag hatte der Goldpreis mit mehr als 1087 Dollar je Feinunze sein Allzeithoch übersprungen. Im Handel gab der Preis zuletzt wieder etwas nach.

Grund für den Anstieg des Goldpreises ist zum einen der Wertverlust des Dollars. Das in der US-Währung gehandelte Edelmetall wird so günstiger für Käufer, die in anderen Währungen zahlen. Außerdem fürchten Anleger, dass die Niedrigzinspolitik der Notenbanken und die erhöhten Staatsausgaben für Konjunkturpakete die Inflation ankurbeln werden. Weil das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist, flüchten zahlreiche Anleger zum Gold.

Es ist bereits das neunte Jahr in Folge mit steigenden Preisen. Einen so langen Aufwärtstrend gab es seit mindestens 1948 nicht mehr.

Indiens Goldkauf stimmt Anleger positiv

Ausgelöst wurde der jüngste Schub laut Experten von Goldkäufen Indiens. Die Entscheidung Indiens, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 200 Tonnen Gold abzukaufen, hatte den Goldpreis bereits am Vortag beflügelt. Commerzbank-Experte Carsten Fritsch erwartet, dass die restlichen 203 Tonnen der geplanten IWF-Goldverkäufe von China aufgekauft werden.

Händler machten die positive Stimmung der Anleger nach dem Goldverkauf durch den IWF an Indien für die Entwicklung verantwortlich. Das Land habe es vermutlich weniger eilig mit Verkäufen, da die Goldbestände noch relativ niedrig seien, erklärte Kazuhiko Saito, Analyst bei Fujitomi Co in Tokio. Ein Preis von 1100 Dollar sei bald möglich, hänge aber letztlich davon ab, ob die US-Notenbank ihre Nullzinspolitik noch länger fortführen wird. Zudem werde spekuliert, dass andere Länder ihre Goldbestände aufstocken könnten.

Immer mehr Kleinanleger entdecken Gold

Gold werde zu einem "Mainstream"-Investment, sagte Mehdi Barkhordar von der Schweizer Edelmetall-Scheideanstalt Produits Artistiques Metaux Precieux. Die Medienberichterstattung habe dazu beigetragen, Kleinanleger auf Gold aufmerksam zu machen, sagte Barkhordar. Zudem sei es für Anleger leichter geworden, Gold zu kaufen.

"Die Leute nutzen Gold als Versicherung - und das wird so bleiben", sagte Barkhordar. "Sie mögen das Konzept eines liquiden Anlageprodukts, das universell akzeptiert wird und keine Verbindlichkeiten anderer umfasst."

Für deutsche Anleger, die bereits Gold besitzen, bedeutet der Zusammenhang zwischen Goldpreis und Dollarkurs aber auch, dass sie vom Goldpreisanstieg nur bedingt profitieren. Der Anstieg des Goldkurses wird durch den Verfall des Dollars teils wieder aufgefressen. Goldanleger hierzulande sollten immer auf den Goldpreis in Euro schauen, wenn sie Gold kaufen oder verkaufen.

ore/Bloomberg/AFP/dpa/Reuters

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