Mittwoch, 10. Februar 2010

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04.11.2009
 

Rettungfonds

Hypo Real Estate erhält weitere Milliardenspritze

HRE-Zentrale in München: Mehr Geld aus dem Rettungsfonds
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ddp

HRE-Zentrale in München: Mehr Geld aus dem Rettungsfonds

Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate kann mit weiteren drei Milliarden Euro aus dem Bankenrettungsfonds rechnen. Außerdem werden bestehende Liquiditätsgarantien verlängert. Eine Genehmigung durch die EU-Kommission steht noch aus.

München - Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) unterstützt die krisengeschüttelte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) mit weiteren Milliardensummen. Der Lenkungsausschuss habe entschieden, der Bank eine zusätzliche Tranche von drei Milliarden Euro zu gewähren, teilte der Fonds am Mittwoch mit. Außerdem beschloss der Ausschuss, bis zum 18. November 2009 befristete Liquiditätsgarantien von 52 Milliarden Euro bis zum 30. Juni 2010 zu verlängern. Eine Genehmigung der EU-Kommission werde in den kommenden Tagen erwartet. Der Bund hält über den Bankenrettungsfonds SoFFin 100 Prozent an der HRE.

Die Unterstützung, die die HRE insgesamt vom Bund erhält, werde im Rahmen des laufenden Beihilfeverfahrens von der EU-Kommission überprüft. Die 3,0 Milliarden Euro gehen an die HRE Holding und die Deutsche Pfandbriefbank als Kerngeschäft der HRE.

Die HRE war vor einem Jahr im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und nur mit staatlichen Hilfen vor der Pleite bewahrt worden. Insgesamt hat die Bank Finanzhilfen von mehr als 100 Milliarden Euro erhalten.

jok/dpa

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Die Hypo Real Estate ist ein vergleichsweise junges Unternehmen. Sie ist erst im Jahr 2003 entstanden, als die HypoVereinsbank ihr gewerbliches Immobilienfinanzierungsgeschäft abgespaltet hat. Im Oktober 2003 ging die Hypo Real Estate an die Börse und schaffte es dort gut zwei Jahre später in den Dax. Mittlerweile ist das Unternehmen aber in den MDax abgestiegen. Der Konzern beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter, davon knapp 900 in Deutschland.

Unter dem Dach der Hypo Real Estate Holding AG tummeln sich mehrere Banken. Das Geschäft ist in drei Bereiche gegliedert. Die Sparte Commercial Real Estate Finance bietet die Finanzierung gewerblicher Immobilien wie Bürogebäude oder Hotels an. Der Bereich Public Sector & Infrastructure Finance konzentriert sich auf Infrastrukturprojekte wie die Finanzierung von Straßen, Krankenhäusern oder Eisenbahnen. Das vergleichsweise kleine Segment Capital Markets & Asset Management schließlich widmet sich den Kapitalmärkten und der Vermögensverwaltung. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf Europa.

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