Hamburg - Deutlich schneller als gedacht: Volkswagen
ist nach Berechnungen von Marktforschern neuer Weltmarktführer vor dem japanischen Konkurrenten Toyota
. Zusammen mit Porsche habe der Autokonzern in den ersten neun Monaten weltweit 4,4 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge produziert, teilte das Institut Global Insight am Donnerstag mit.
Toyota sei in diesem Zeitraum nur auf vier Millionen Einheiten gekommen. Der durch die Wirtschaftskrise und eigene Probleme schwer gebeutelte einstige Weltmarktführer General Motors liege mit 3,6 Millionen Einheiten abgeschlagen auf Rang vier hinter Ford
mit 3,7 Millionen Stück.
Volkswagen hatte sich das Ziel, den langjährigen Branchenprimus Toyota an der Weltmarktspitze abzulösen, eigentlich erst für 2018 vorgenommen. Die weltweite Absatzkrise hat die Automobilbranche jedoch kräftig durcheinander gewirbelt.
Zwar musste Volkswagen zuletzt einen drastischen Gewinnrückgang hinnehmen. Im dritten Quartal schrumpfte dieser von 1,16 Milliarden Euro auf 161 Millionen Euro, und der Umsatz ging um mehr als zehn Prozent auf knapp 26 Milliarden Euro zurück.
Doch der neue Weltmarktführer profitierte wegen seines Kleinwagenangebots am stärksten unter den Autobauern von den in vielen Ländern gezahlten Abwrackprämien. In den USA baut VW derzeit sogar ein neues Werk, um mit einem neuen Billig-Passat auf dem dortigen Markt Fuß zu fassen. Toyota, für seine hohe Profitabilität einst Vorbild der gesamten Branche, teilte am Donnerstag mit, dass der Konzern in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust rechnet.
böl/Reuters
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