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05.11.2009
 

Börsengang trotz Krise

Hotelkette Hyatt nimmt fast eine Milliarde Dollar ein

Grand Hyatt in Washington, D.C.: Zweitgrößter Börsengang des JahresZur Großansicht
AFP

Grand Hyatt in Washington, D.C.: Zweitgrößter Börsengang des Jahres

Überraschung an der Wall Street: Trotz eines schlechten Marktumfelds für Erstnotierungen hat die Hotelkette Hyatt ein erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Der Erlös betrug fast eine Milliarde Dollar.

New York - Der Krise zum Trotz: Allein in dieser Woche wurden an der Wall Street drei Börsengänge abgesagt, doch die Hotelkette Hyatt hat am Donnerstag einen erfolgreichen Börsengang geschafft. Die Aktien der nach Marktkapitalisierung weltweit drittgrößten Hotelkette kletterten an ihrem ersten Handelstag um zehn Prozent auf 27,50 Dollar.

Die Familie nahm durch den Börsengang 950 Millionen Dollar (643 Mio Euro) ein, teilte sie zum Handelsstart in New York mit. In einem zweiten Schritt kann der Erlös durch eine Mehrzuteilung weiterer Aktien auf bis zu fast 1,1 Milliarden Dollar steigen.

Der Börsengang von Hyatt ist zwar der zweitgrößte an der Wall Street in diesem Jahr hinter dem Kreditinstitut Banco Santander, allerdings gibt es seit Monaten eine Durstrecke bei Erstnotierungen. Nun hoffen Experten auf ein Ende - zumal die Aktie der Hotelkette an ihrem ersten Handelstag um zehn Prozent zulegte. "Der Kurssprung gibt dem krisengeschüttelten Markt dringend benötigtes Vertrauen wieder", sagte der Aktienmarktexperte Scott Sweet vom Beratungshaus IPO Boutique.

Hyatt betreibt weltweit mehr als 400 Hotels. Marktführer in der Branche ist Marriott International vor der Gruppe Starwood Hotels & Resorts Chart zeigen. Wie viele Hotelketten bekommt Hyatt derzeit die weltweite Wirtschaftskrise zu spüren. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatte das Unternehmen einen Verlust von 36 Millionen Dollar gemacht. Vor allem wegen der geringeren Zahl von Geschäftskunden fiel der Umsatz um 18,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

böl/Reuters/dpa-AFX

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