Washington - Der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im dritten Quartal erneut hohe Verluste geschrieben. Unter dem Strich habe ein Fehlbetrag von 18,9 Milliarden Dollar gestanden, teilte das staatlich kontrollierte US-Institut am Donnerstag mit.
Das erneute Quartalsminus verdeutlicht die Schwierigkeiten von Fannie Mae
, gegen steigende Kreditausfälle anzukämpfen und zugleich den Häusermarkt zu stabilisieren. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit können immer mehr Hausbauer ihre Schulden nicht abbezahlen. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Rückstellungen für Problem-Kredite.
Fannie Mae will den Staat jetzt noch einmal um finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 Milliarden Dollar bitten. Damit würden die Hilfen der Regierung auf insgesamt 60,9 Milliarden Dollar anwachsen.
Der größte Hypothekenfinanzierer der USA war wie auch der Schwesterkonzern Freddie Mac
im September 2008 im Zuge der Finanzkrise durch staatliche Hilfe vor dem Kollaps bewahrt worden. Die US-Regierung wollte damit den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern. Die Fannie-Mae-Aktien brachen nachbörslich um gut sieben Prozent ein.
mik/Reuters/AFP
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