Freitag, 20. November 2009

Wirtschaft



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07.11.2009
 

Vorreiterrolle

BASF reformiert Managergehälter

BASF übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Reform der Managergehälter. Zum Januar passt der Chemiekonzern nach SPIEGEL-Informationen als erstes Dax-Unternehmen die Verträge seiner Vorstände an das neue Vergütungsgesetz an.

Hamburg - Als erstes Dax-Unternehmen passt der Chemiekonzern BASF zum 1. Januar 2010 die Verträge seiner Vorstände an die Bestimmungen des "Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung" (VorstAG) an – und zwar für alle Vorstände gleichzeitig. Nach dem Gesetz müssen nur Neuverträge entsprechend formuliert werden. "Wir wollten keine Zweiklassengesellschaft im Vorstand schaffen", begründet der Aufsichtsratsvorsitzende Eggert Voscherau das Vorgehen des Konzerns laut SPIEGEL.

An den Fixgehältern der BASF-Vorstände, sie machen ein knappes Drittel der Gesamtbezüge aus, ändert sich durch die neuen Verträge nichts; der variable Teil orientiert sich, wie bisher, an der Entwicklung der Gesamtkapitalrendite und zusätzlich an einer Reihe von qualitativen Zielvorgaben.

Das Gesetz schreibt vor, dass sich die Tantieme stärker am langfristigen Unternehmenserfolg ausrichtet. BASF-Vorstände müssen laut SPIEGEL deshalb künftig zehn Prozent ihrer Bruttotantieme in Aktien des Unternehmens investieren, die für vier Jahre festliegen.

"Wir glauben den Geist des Gesetzes bereits voll zu leben", sagt Voscherau. Dass die Gesamtbezüge der BASF-Vorstände angemessen sind – das einfache Vorstandsmitglied verdient gut zwei, der Vorsitzende mehr als vier Millionen im Jahr –, bezweifelt er nicht: Die Gehälter seien im Unternehmen allgemein akzeptiert.

Nach dem neuen Gesetz werden sie nicht mehr vom Präsidialausschuss, sondern vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen. Zusätzlich sollen sie auch der Hauptversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden. Deren Votum ist zwar nicht bindend, aber: "Sollte wider Erwarten maßgebliche Kritik an unserem Vorschlag kommen, werden wir uns damit selbstverständlich auseinandersetzen müssen", sagt Voscherau.

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