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08.11.2009
 

Umfrage

Mehrheit der Deutschen lehnt Opel-Staatshilfe ab

Opel-Werk in Bochum: Spannungen zwischen GM-Führung und deutschen ArbeitnehmernZur Großansicht
dpa

Opel-Werk in Bochum: Spannungen zwischen GM-Führung und deutschen Arbeitnehmern

Regierungspolitiker haben Opel staatlichen Beistand in Aussicht gestellt - doch die Deutschen sind dagegen. Zwei Drittel fordern einer Umfrage zufolge, dass sich Bund und Länder zurückhalten. Die Skepsis gegenüber GM ist groß, auch im Betriebsrat: Dieser verlangt einen Europäer als neuen Firmenchef.

Berlin - Das Personalchaos bei Opel ruft die Arbeitnehmervertreter auf den Plan. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Klaus Franz, fordert einen externen Nachfolger für den scheidenden General-Motors-Europa-Chef Carl-Peter Forster. Franz sagte der "Bild am Sonntag", der neue Chef müsse Europäer sein, "mit Teamgeist und Benzin im Blut". Außer Deutsch müsse er weitere Sprachen beherrschen.

Tatsächlich gibt es beim Opel-Mutterkonzern General Motors Überlegungen, einen Deutschen an die Spitze von GM Europe zu stellen. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag. Der Konzern schaue sich bevorzugt nach einem deutschen Manager für die Position um. Zur Begründung heißt es, mit einer solchen Lösung könnten nach dem geplatzten Opel-Verkauf an Magna die Spannungen zwischen GM und den deutschen Beschäftigten sowie der Bundesregierung entschärft werden. Der bisherige GM-Europachef Carl-Peter Forster, ein Freund des Opel-Magna-Deals, wird das Unternehmen verlassen.

Der entmachtete GM-Europe-Chef Forster war auch Opel-Aufsichtsratschef, weswegen jetzt der 77-jährige Lutz in dieser Position einspringen soll. Im "Wall Street Journal" heißt es jedoch, Lutz solle sich wieder zurückziehen, sobald ein neuer Spitzenmanager für die europäische GM-Tochter gefunden sei. GM-Chef Henderson wolle kommende Woche zusammen mit Reilly und Opel-Chef Hans Demant die Lage bei der europäischen Tochter analysieren. Auch ein Besuch Hendersons in Deutschland ist geplant.

General Motors hatte am Dienstag überraschend erklärt, Opel doch nicht an den kanadischen Autozulieferer Magna zu verkaufen, sondern selbst zu behalten. Das Verhältnis zwischen deutschen Arbeitnehmern und den US-Konzernlenkern gilt seitdem als zerrüttet. Dazu haben auch zwei Personalien beigetragen: Denn nach SPIEGEL-Informationen soll GM-Asienmanager Nick Reilly die Sanierung von Opel übernehmen, GM-Manager Bob Lutz soll Opel-Aufsichtsratschef werden. Beide gelten als Urgesteine des Konzerns und haben sich als harte Sanierer einen Namen gemacht - keine guten Voraussetzungen für eine gedeihliche Zusammenarbeit mit den deutschen Arbeitnehmervertretern.


Dass GM in dieser Situation Staatshilfe für die Opel-Sanierung erhalten soll, ist aus Sicht vieler Deutscher der falsche Weg. Einer Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" zufolge lehnt eine große Mehrheit Staatshilfen ab: 66 Prozent sprechen sich dagegen aus, dass Bund und Länder Opel mit Steuergeld helfen - nur 28 Prozent sind dafür. Für die repräsentative Umfrage befragte Emnid am vergangenen Donnerstag 502 Personen.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle warnt GM davor, bei der Sanierung von Opel auf Hilfen aus dem Deutschlandfonds zu setzen. Der FDP-Politiker sagte, er erwarte, dass GM nun auch die finanzielle Verantwortung für Opel wieder selbst übernimmt. Dazu gehöre, dass "pünktlich zum 30. November" der Brückenkredit mit Zinsen zurückgezahlt werde, den die Regierung gewährt hatte. Sollte GM einen neuen Antrag auf Staatshilfen stellen, gälten die gleichen Kriterien wie für alle anderen Unternehmen, sagte Brüderle. Auch eine Ablehnung des Antrags sei möglich.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte hingegen Staatshilfen für Opel in Aussicht gestellt. Ähnlich äußerte sich auch der neue SPD-Wirtschaftsminister Thüringens, Matthias Machnig.

wal/AFP/Reuters

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10.02.2010 von lynx2: "Der Mensch als Arbeitstier hat auch dort längst begonnen auszusterben"?

........... Da täuschen Sie sich aber wohl gewaltig! 100 bis 150 Mio. Wanderarbeiter, die für fast nichts arbeiten, in China! mehr...

10.02.2010 von lynx2: Das sind ja tolle Errungenschaften, die ...

............. Sie da aufzählen, die meisten davon banal, andere überflüssig. Was hat das mit China zu tun? Daß Produktion in China stattfindet ist klar. Daß aber auch immer mehr hochwertige Entwicklungsarbeit z.B. aus der EU [...] mehr...

10.02.2010 von Silverhair:

Nachtrag zum aktuellem "Einkommen" der BRD. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,676967,00.html ---Zitat--- Das Produktionsvolumen sank um 25 Prozent auf *151 Milliarden Euro*, der Umsatz ging um 23 [...] mehr...

10.02.2010 von Silverhair:

Grosse Geschäfte? Eher Lückenfüller die zu Dumpinglöhnen Tagesjobber beschäftigen - deren Gewinn für die Gesellschaft ziemlich nahe bei Null liegt. Handyverkäufer etc. sind nett, aber längst haben sich der Verkauf davon ins [...] mehr...

10.02.2010 von tylerdurdenvolland: ...

Eine wunderbare Definition des Berufs des Managers :-) mehr...

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