Wien - Der gescheiterte Opel-Bieter Magna International
fordert nun von General Motors (GM) bereits investiertes Geld zurück. Magna-Vizechef Siegfried Wolf sagte dem ORF-Inforadio Ö1 am Dienstag: "Es war in der Tat eine große Summe, weil ja auch ein komplexes Thema zu lösen war."
Es gehe um rund hundert Millionen Euro, berichtete der ORF unter Berufung auf informierte Kreise. Der entscheidende Posten der Rechnung ist dem Vernehmen nach das Opel-Rettungskonzept, das Magna gemeinsam mit Juristen und Unternehmensberatern erarbeitet hat. "Es werden ja sehr viele Aufgaben weiter verwertet, da General Motors auf unserem Business-Plan aufbauen will", betonte der Vorstand des österreichisch-kanadischen Autozulieferers.
Die russische Sberbank behält sich rechtliche Schritte gegen den US-Autobauer General Motors vor. Das Geldhaus wollte Opel gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna übernehmen. "Sollte es notwendig sein, sind wir vorbereitet, unsere Position vor Gericht zu verteidigen", sagte Sberbank-Chef German Gref am Dienstag. Derzeit prüften Anwälte die juristischen Möglichkeiten.
"Wir verhandeln mit GM und hoffen, dass der Streit außergerichtlich beigelegt wird", sagte Gref. "Im Notfall werden wir unsere Position im Gericht verteidigen", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Interfax. Der GM-Konzern habe die Änderung seiner Position nicht plausibel erläutern können. Zum Inhalt der Forderungen an GM machte Gref keine Angaben.
Merkel sieht Hauptlast bei GM
Auf eine großangelegte Unterstützung von Seiten der Bundesregierung bei der Sanierung von Opel darf GM übrigens nicht rechnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte am Dienstag in ihrer Regierungserklärung im Bundestag, die US-Konzernmutter müsse selbst die Hauptlast tragen. Zudem müsse der US-Konzern den von der Bundesregierung gewährten Überbrückungskredit zurückzahlen.
Sie erwarte, dass GM sich bei seinen Sanierungsplänen um europäische Standorte ebenso kümmere wie um amerikanische, sagte Merkel. Eine "faire Balance" sei entscheidend dafür, dass neue Gespräche über mögliche Hilfen eine Chance haben könnten.
Merkel äußerte sich enttäuscht über den geplatzten Verkauf Opels an den Autozulieferer Magna. Die alte Bundesregierung habe sich aus guten Gründen für einen strategischen Investor entschieden. "Hätten wir das nicht getan, gäbe es Opel heute nicht mehr", sagte die Kanzlerin. "Ich bedauere die Entscheidung von General Motors außerordentlich."
mik/dpa/AFP/Reuters
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Den belgischen Medien zufolge waren es an die 30.000 Demonstranten, die heute in Brüssel für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Strasse gingen. Da sieht das Bild schon ein wenig anders aus... mehr...
So ticken halt Amerikaner. Alles toll, alles super, aber keine Entscheidungen. GM ist das Beispiel für Größenwahn. Jetzt will GM noch Mrd-Zuschüsse für Opel. Wie wird wohl der Überflussminister der FDP wohl darauf antworten. [...] mehr...
Zitat von Rainer Daeschler Genau das passiert im Prinzip, nur eben auf GMs Kosten, statt die des Steuerzahlers. Ich sprach ja auch nicht von der üblichen Grundversorgung von Automobilunternehmen in Deutschland durch die [...] mehr...
Ach so, und ich hab gedacht die Abwrackpraemie, Harz4 und Kurzarbeit das bezahlt der der Steuerzahler. Aber wenn ja nun GM die Ueberkapazitaeten bezahlt, dann koennen wir ja weitermachen wie bisher. mehr...
verursacht durch den Spinner Lopez vom Opus dei,dessen Mitarbeiter die Uhr am rechten Arm tragen MUSSTEN, hat Opel noch nicht zurückgefunden zur Anerkennung als solide Qualitätsmarke.Das ist auch berechtigt nach meinen [...] mehr...
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