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11.11.2009
 

Tiefrote Zahlen

Staatsbank HRE verliert 1,7 Milliarden Euro

Börse in Frankfurt am Main: Faule Immobilienkredite belasten das ErgebnisZur Großansicht
dpa

Börse in Frankfurt am Main: Faule Immobilienkredite belasten das Ergebnis

Mit der Hypo Real Estate geht es weiter bergab: Der verstaatlichte Immobilienfinanzierer hat im dritten Quartal einen Verlust von 574 Millionen Euro gemacht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus schon auf 1,7 Milliarden Euro - und das Marktumfeld bleibt schwierig.

München - Die verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) hat in den ersten neun Monaten des Jahres 1,71 Milliarden Euro Verlust gemacht. Wie die angeschlagene Bank am Mittwoch in München mitteilte, fiel allein im dritten Quartal ein Minus von 574 Millionen Euro an. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hatte die Bank einen Verlust von 2,89 Milliarden Euro präsentiert.

Im laufenden Jahr belasteten vor allem Wertberichtigungen auf Immobilienkredite und Kosten für die staatlichen Stützungsmaßnahmen das Ergebnis, erklärte die HRE. "Das Ergebnis der ersten neun Monate des Jahres ist nicht zufriedenstellend, aber es ist den schwierigen Marktbedingungen und der besonderen Situation des Konzerns geschuldet", sagte Vorstandschef Axel Wieandt. "Wir sind bei weitem nicht am Ziel." Das Marktumfeld bleibe schwierig.

Erst kürzlich hatte die inzwischen verstaatlichte Bank eine weitere Finanzspritze in Höhe von drei Milliarden Euro vom bundeseigenen Rettungsfonds Soffin bekommen. Wieandt hatte zuvor den Kapitalbedarf der Bank bis 2011 auf sieben Milliarden Euro beziffert. Die HRE wird seit einem Jahr mit staatlichen Finanzhilfen von mehr als 100 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Am 5. Oktober hatte die Hauptversammlung der HRE die komplette Übernahme der Pfandbriefbank durch den Soffin beschlossen. Der Rettungsfonds hat angekündigt, die HRE zügig zu sanieren.

ore/AP

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30.10.2009 von moonman:

So kann man Ohnmacht und Nutzlosigkeit auch beschreiben. Ist sehr förderlich für die Gesellschaft, d. h. einen großen Teil davon, wenn realisiert wird, wie schutzlos ausgeliefert Sie tatsächlich ist. Vermutlich ist die [...] mehr...

22.10.2009 von Der Bruddler: auch an clh

Die Justiz hat nur anzuerkennen ob sich jemand auf rechlicher Basis bewegt, die Schaffung dieser Basis liegt nicht in der Hand der Judikative. mehr...

22.10.2009 von hanjin2:

Bestürzend - deshalb nicht nur Konten räumen, sondern auch Schließfächer. mehr...

21.10.2009 von lateral:

Geschäft wie jedes andere oder nicht - egal! Auf jeden Fall wird da irgendwas geplant: http://janschejbal.wordpress.com/2009/10/10/vorsicht-unfaire-banken-agb-anderungen/ [...] mehr...

21.10.2009 von barmec: wo kein Kläger, da kein Richter

Und? Kann man die jetzt verklagen? - Die blöden Wähler - die staatlichen Unterstützer - die kriminellen Vereinigungen ? mehr...

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Immobilienbank in Not

Die Hypo Real Estate

Die Hypo Real Estate ist ein vergleichsweise junges Unternehmen. Sie ist erst im Jahr 2003 entstanden, als die HypoVereinsbank ihr gewerbliches Immobilienfinanzierungsgeschäft abgespaltet hat. Im Oktober 2003 ging die Hypo Real Estate an die Börse und schaffte es dort gut zwei Jahre später in den Dax. Später stieg das Unternehmen zunächst in den MDax ab, seit der Verstaatlichung ist es an der Börse nicht mehr notiert.

Die Finanzkrise

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