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12.11.2009
 

Energie

Krise hinterlässt Spuren bei RWE

Kohlekraftwerk von RWE: Enttäuschende Ertragslage im britischen GeschäftZur Großansicht
REUTERS

Kohlekraftwerk von RWE: Enttäuschende Ertragslage im britischen Geschäft

Die Wirtschaftsflaute wirkt sich auch auf das Geschäft der vermeintlich krisenfesten Energieversorger aus: Der Essener Stromriese RWE musste im dritten Quartal einen spürbaren Gewinnrückgang hinnehmen. Für das Gesamtjahr verspricht das Unternehmen aber ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Essen - Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE Chart zeigen hat im dritten Quartal die Wirtschaftskrise deutlicher als bislang zu spüren bekommen. Das betriebliche Ergebnis nach neun Monaten sank um 4,4 Prozent auf 5,53 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Essen mitteilte.

Sinkende Ölpreise und eine enttäuschende Ertragslage im britischen Geschäft hinterließen negative Spuren, die auch eine gute Ertragslage in der Stromproduktion und im Handelsgeschäft nicht ausgleichen konnten.

Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten um zwei Prozent auf 33,8 Milliarden Euro. Das für die Dividendenberechnung wichtige nachhaltige Nettoergebnis schmolz um 6,7 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro.

Dennoch bekräftige der Vorstand seine Prognose, das betriebliches Ergebnis und den nachhaltigen Überschuss auf Vorjahresniveau zu halten. RWE betonte, dass dies auch ohne die Einbeziehung des zum 1. Oktober übernommenen niederländischen Versorger Essent gelingen werde. Die Niederländer sollen im vierten Quartal einen Beitrag von etwa hundert Millionen Euro zum betrieblichen Ergebnis leisten. 2008 hatte der Versorger das betriebliche Ergebnis um vier Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesteigert. Das nachhaltige Nettoergebnis lag bei 3,4 Milliarden Euro.

"Im laufenden Quartal werden wir den leichten Rückgang wieder aufholen", sagte RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann. Auch die länger als erwarteten Stillstände in den beiden Kernkraftwerksblöcken in Biblis könnten ausgeglichen werden. Die Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostensenkung lägen im Plan.

mik/dpa/dpa-AFX

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