Mittwoch, 10. Februar 2010

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Opel-Krise

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12.11.2009
 

Opel-Sanierung

GM rechnet weiterhin mit Staatshilfe

Opel-Fahrzeuge: Sanierungsplan erst mit Betriebsrat abstimmen
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AP

Opel-Fahrzeuge: Sanierungsplan erst mit Betriebsrat abstimmen

Von der herben Zurückweisung aus Berlin lassen sich die Manager von General Motors nicht beeindrucken. Sie gehen weiterhin davon aus, dass der Sanierungsplan den Wirtschaftsminister überzeugt - und Staatshilfe fließt.

Frankfurt am Main - Kritiker haben die GM-Führung noch nie angefochten. Ungeachtet der kritischen Haltung Berlins rechnet General Motors weiterhin fest mit deutscher Staatshilfe für die Sanierung von Opel. "Das Unternehmen geht davon aus, dass die Unterstützung, die von den Regierungen für den mit Magna erarbeiteten Plan zugesagt war, grundsätzlich auch in der neuen Konstellation verhandelbar ist, da auch das GM-Konzept einen ähnlichen Ansatz verfolgt", sagte ein GM-Sprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt.

Bevor GM öffentlich die Details zu den angestrebten Hilfen in den einzelnen Standortländern diskutiert, wolle der Konzern den Opel- Zukunftsplan aber zuerst den Regierungen vorstellen. GM-Chef Fritz Henderson hatte am Dienstag gesagt, das Konzept könne den europäischen Regierungen erst in einigen Wochen vorgelegt werden. Zuerst müsse sich GM mit den Betriebsräten auf einen Restrukturierungsplan einigen.

GM hat den Finanzierungsbedarf für die Opel-Sanierung inzwischen auf 3,3 Milliarden Euro beziffert. Zunächst war von 3,0 Milliarden Euro die Rede gewesen. Die höhere Summe sei gegenüber der ersten Kalkulation genauer spezifiziert worden und liege noch immer deutlich unter den zuvor vom zurückgewiesenen Investor Magna errechneten 4,5 Milliarden Euro.

Nach einem Gespräch mit dem neuen Europa-Chef Nick Reilly und GM- Vize John Smith am Mittwoch in Berlin hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gesagt, er erwarte, dass GM die Finanzierung grundsätzlich selbst aufbringt. Zuvor hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hoffnung des US-Autobauers auf üppige Staatshilfen gedämpft. GM müsse den Hauptanteil der Restrukturierung mit eigenen Mitteln tragen.

mik/dpa

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Das jüngste Opel-Werk wurde 1992 im westlichen Thüringen eröffnet. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf dem kleinen Corsa. Insgesamt bietet der Autobauer in Eisenach rund 1800 Menschen Arbeit.

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DAS LANGE RINGEN UM OPEL

Wie alles begann

14. November 2008: Opel muss in Folge der Schieflage des Mutterkonzerns GM um die Unterstützung aus den USA fürchten und bittet als erster deutscher Autohersteller den Staat um Hilfe. Eine Bürgschaft von Bund und Ländern soll Opel stützen, nach Unternehmensangaben geht es um "etwas mehr als eine Milliarde Euro".
17. Februar 2009: Nach einem Rekordverlust arbeitet General Motors Pläne für einen Jobkahlschlag aus. Der ums Überleben kämpfende Opel-Mutterkonzern will 47.000 Stellen streichen - davon 26.000 außerhalb der USA, viele in Deutschland.
27. Februar: Opel sieht seine einzige Rettung darin, sich weitgehend von GM abzukoppeln. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital eines neuen europäischen Unternehmens Opel/Vauxhall wird auf jetzt 3,3 Milliarden Euro beziffert.
2. März: Opel-Manager legen der Bundesregierung einen Rettungsplan vor.
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