München - Möglicher Durchbruch beim Streit mit den Ex-Vorständen: Der frühere Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld ist offenbar bereit, zwei Millionen Euro Schadensersatz an das Unternehmen zu zahlen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"). Er sei der erste Ex-Top-Manager des Münchner Mischkonzerns, der mit einem Millionenbetrag seinen Teil zur Bewältigung des milliardenschweren Schmiergeldskandals beitragen wolle.
Von den zehn einstigen Vorstandsmitgliedern, von denen Siemens
Schadensersatz verlange, hätten zuvor erst drei nachgegeben und jeweils 500.000 Euro gezahlt. Von Kleinfeld und den anderen betroffenen Ex-Managern verlange das Unternehmen zwischen zwei und sechs Millionen Euro. Kleinfeld hatte Siemens Mitte 2007 vorzeitig verlassen und leitet heute von New York aus den US-Aluminiumkonzern Alcoa
.
Um die Auseinandersetzung mit seinen einstigen Top-Managern zu beenden, hatte Siemens sieben Alt-Vorständen ein Ultimatum gestellt: Sollten sie bis Mitte November nicht Schadensersatz als Wiedergutmachung für die zurückliegende Korruptionsaffäre leisten, drohte der Konzern mit Klagen. Unter den ehemaligen Vorstanden hatte es jedoch Unmut gegeben, weil einige die geforderten Summen für willkürlich hielten. Unklar ist bislang, ob auch Kleinfelds Vorgänger Heinrich von Pierer bereit ist, die von Siemens geforderten sechs Millionen Euro zu zahlen.
böl/dpa-AFX
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