Mittwoch, 10. Februar 2010

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16.11.2009
 

Luftfahrt-Schau Dubai

Airbus A350 entwickelt sich zum Boeing-Schreck

Er galt einst als Problemfall für den gesamten Konzern - jetzt ist er auf dem besten Wege, sich zum Hoffnungsträger zu entwickeln: Der Langstreckenflieger A350 von Airbus. Mit der jüngsten Order von Ethiopian Airlines hat die Bestellzahl die magische 500er-Marke überschritten.

Toulouse/Dubai - Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat mittlerweile mehr als 500 seiner neuen Langstreckenflugzeuge vom Typ A350 verkauft. Mit der Bestellung von zwölf Maschinen durch die Ethiopian Airlines stünden nun insgesamt 505 Stück in den Auftragsbüchern, teilte Airbus am Sonntag in Toulouse mit. Alleine die Flugzeuge, die an die Äthiopier gehen, kosten geschätzt knapp zwei Milliarden Euro.

Airbus-Deutschland-Chef Gerald Weber sagte dem "Hamburger Abendblatt", die Bestellung inmitten der Wirtschaftskrise sei ein sehr positives Signal für Airbus und die gesamte Branche. Weber rechnet in den nächsten Tagen mit weiteren Bestellungen. Noch bis zum Mittwoch läuft die Luftfahrtschau in Dubai. Das gut gefüllte Auftragsbuch für den A350 wirke sich auf alle deutschen Standorte positiv aus, sagte er.

Bedrohung für den Dreamliner

Die Bestellung dürfte den Erzrivalen Boeing Chart zeigen hart treffen. Nicht nur, dass Ethiopian Airlines zum ersten Mal bei der EADS Chart zeigen-Tochter Airbus gekauft hat. Der A350 entwickelt sich nach massiven Rückschläge zu Beginn des Projekts immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte und zu einer ernsthaften Bedrohung für Boeings 787 Dreamliner. Für den liegen rund 840 Bestellungen vor.

Airbus wie Boeing verwenden in den Maschinen neuartige, leichte Verbundstoffe anstelle von Aluminium. Das soll vor allem den Spritdurst senken. Die neuen Materialien gepaart mit neuen Fertigungsmethoden hatten aber auch von Beginn an zu Konstruktionsproblemen geführt. Der Dreamliner soll nach drei Jahren Verzögerung alsbald seinen Erstflug absolvieren, der A350 soll erst 2013 startklar sein.

mik/dpa-AFX

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PROBLEMFÄLLE BEI AIRBUS

Airbus A380

REUTERS
Die Auslieferung des größten Passagierflugzeugs der Welt, des Airbus A380, musste wiederholt verschoben werden. Das erste Serienflugzeug wurde erst im vierten Quartal 2007 an den ersten Kunden - Singapore Airlines - geliefert, und damit fast ein Jahr später als zuletzt geplant. Ursprünglich sollte der erste A380 schon 2005 nach Singapur geliefert werden. Ursache der Verzögerungen waren Probleme mit der komplizierten Verkabelung. Der Einbau der Kabelbäume in die vorderen und hinteren Rumpfteile war unterschätzt worden. Wegen der Produktionsprobleme rechnet der Airbus- Mutterkonzern EADS zwischen 2006 und 2010 mit Gewinneinbußen in Höhe von mehreren Milliarden Euro.

Airbus A350

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