Frankfurt am Main - Es werde auch mit der Muttergesellschaft General Motors (GM) schwierig für Opel werden, wenn es keine echte Restrukturierung gebe und die Produktpalette nicht deutlich verbessert werde, sagte Wennemer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Chancen seien besser, aber nach wie vor nicht gut.
Momentan sei eine Insolvenz von Opel kein Thema, fügte der Manager hinzu. Aber wenn das Unternehmen kein tragfähiges Konzept habe, "wird es spätestens in drei oder vier Jahren wieder vor der Zahlungsunfähigkeit stehen". Er sprach sich in dem Interview gegen Staatshilfen für Opel aus, weil diese die Sanierung verzögerten. "GM ist verantwortlich für die Sanierung von Opel. Es kann nicht die Aufgabe der Politik sein, einen einzelnen Wettbewerber zu retten", sagte Wennemer.
Noch scheint die europäische GM-Tochter jedoch genügend Mittel zu haben, um die verlustreichen Geschäfte noch einige Monate finanzieren zu können. "Wir verfügen derzeit über Barreserven von rund 2,5 Milliarden Dollar", sagte GM-Europe-Chef Nick Reilly in London vor Journalisten. Er hoffe, dass die letzten Details des ausgearbeiteten Sanierungsplans in den kommenden drei Wochen geklärt würden.
Produktionskürzung um bis zu 25 Prozent
Dem Plan zufolge will General Motors im Zuge der Opel-Sanierung die Produktion in Europa um voraussichtlich 20 bis 25 Prozent zurückfahren. Von den Kürzungen könnten drei Werke betroffen sein, erklärte Reilly. Dies bedeute jedoch nicht, dass diese Standorte auch geschlossen werden.
Den britischen Vauxhall-Mitarbeitern machte der neue Opel-Europachef Mut. Die beiden Standorte in Luton und Ellesmere Port mit rund 5000 Mitarbeitern hätten eine "gute Zukunft", sagte er am Dienstag in London. Für frühere Pläne Anfang des Jahres, 800 Stellen zu kürzen, gebe es Spielraum. Wirtschaftsminister Peter Mandelson habe Unterstützung im Rahmen der EU-Richtlinien signalisiert. "Wir müssen ein Paket schnüren, und ich hoffe, dass jede einzelne Regierung vorbereitet ist, ihren Beitrag genauso wie General Motors zu leisten."
Einen Subventionswettlauf will EU-Industriekommissar Günter Verheugen indes verhindern. Montag werden alle EU-Wirtschaftsminister und die Spitze von General Motors zu einem Opel-Treffen nach Brüssel eingeladen. Das bestätigte Verheugens Kabinettschefin Petra Erler auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.
mik/Dow Jones/dpa-AFX/Reuters
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Den belgischen Medien zufolge waren es an die 30.000 Demonstranten, die heute in Brüssel für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Strasse gingen. Da sieht das Bild schon ein wenig anders aus... mehr...
So ticken halt Amerikaner. Alles toll, alles super, aber keine Entscheidungen. GM ist das Beispiel für Größenwahn. Jetzt will GM noch Mrd-Zuschüsse für Opel. Wie wird wohl der Überflussminister der FDP wohl darauf antworten. [...] mehr...
Zitat von Rainer Daeschler Genau das passiert im Prinzip, nur eben auf GMs Kosten, statt die des Steuerzahlers. Ich sprach ja auch nicht von der üblichen Grundversorgung von Automobilunternehmen in Deutschland durch die [...] mehr...
Ach so, und ich hab gedacht die Abwrackpraemie, Harz4 und Kurzarbeit das bezahlt der der Steuerzahler. Aber wenn ja nun GM die Ueberkapazitaeten bezahlt, dann koennen wir ja weitermachen wie bisher. mehr...
verursacht durch den Spinner Lopez vom Opus dei,dessen Mitarbeiter die Uhr am rechten Arm tragen MUSSTEN, hat Opel noch nicht zurückgefunden zur Anerkennung als solide Qualitätsmarke.Das ist auch berechtigt nach meinen [...] mehr...
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