New York - Die US-Investmentbank Lehman Brothers rechnet nach ihrer Insolvenz mit Forderungen von bis zu einer Billion Dollar. Bislang lägen mehr als 64.000 Schadensfälle mit einer Gesamtsumme von 820 Milliarden Dollar vor, sagte Lehman-Chef Bryan Marsal am Mittwoch vor dem Konkursgericht in New York.
Marsal kündigte die Grundzüge seines Restrukturierungsplans für Ende März 2010 an. Bis zum zweiten Jahrestag der Lehman-Pleite im September kommenden Jahres solle das Institut auf dem Weg aus dem Konkurs heraus sein. Voraussetzung dafür sei aber unter anderem eine Antwort auf die Frage, ob ein Sanierungsplan für die gesamte Gruppe genüge oder für die zahlreichen Töchter eigene Konzepte nötig seien.
Auch in Deutschland sind Milliardenansprüche an Lehman aufgelaufen. Insgesamt stellt die Finanzbranche hierzulande Forderungen in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar. Unter anderem will die Bundesbank 10,4 Milliarden Dollar zurück. Fraglich ist allerdings, in welcher Höhe Lehman überhaupt Forderungen bedienen kann.
Lehman Brothers, einst eine der größten Investmenbanken der Welt, hatte am 15. September 2008 Insolvenz angemeldet. Im Anschluss waren die Finanzmärkte fast zusammengebrochen.
böl/Reuters
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