Mittwoch, 10. Februar 2010

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20.11.2009
 

Auto-Allianz

Volkswagen haucht Karman neues Leben ein

Embleme von Volkwagen und Porsche: Baldige Verschmelzung
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ddp

Embleme von Volkwagen und Porsche: Baldige Verschmelzung

Bei Volkswagen werden wichtige Entscheidungen in Serie gefällt: Der Aufsichtsrat des Autoriesen hat zentrale Details zur Übernahme von Porsche abgesegnet und Audi-Chef Rupert Stadler in den Vorstand berufen. Zudem steigt der Konzern beim insolventen Zulieferer Karmann ein.

Wolfsburg - Volkswagen hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Übernahme von Porsche gemacht. Der VW-Aufsichtsrat segnete das Vertragswerk ab, das organisatorische, strukturelle und rechtliche Einzelheiten des Zusammenschlusses regelt, wie VW in der Nacht zum Freitag mitteilte. Der Vorstand habe ein überzeugendes Konzept vorgelegt, hieß es dazu aus Arbeitnehmerkreisen. Der bekam am Freitag ein neues Mitglied:

Nach der Sitzung des VW-Kontrollgremiums soll sich am Freitag in Wolfsburg auch der Porsche-Aufsichtsrat mit den Durchführungsverträgen zur Bildung eines integrierten Autokonzerns befassen. Es wird erwartet, dass auch der Aufsichtsrat des Stuttgarter Sportwagenbauers zustimmt.

Im VW-Vorstand gibt es außerdem einige personelle Veränderungen: Der VW-Aufsichtsrat berief den 46-jährigen Audi-Chef Rupert Stadler in die oberste Konzernspitze. Außerdem soll VW-Markenvorstand Christian Klingler in das Gremium aufrücken. Außerdem wurde der Vorstandsvertrag von Arbeitsdirektor Horst Neumann verlängert. Der bisherige Vertriebschef Detlef Wittig übernimmt internationale Beteiligungsprojekte.

VW will noch in diesem Jahr für rund vier Milliarden Euro mit knapp 50 Prozent beim Sportwagengeschäft von Porsche einsteigen. Dazu plant VW eine Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2010. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Dezember sollen die Aktionäre zustimmen. Im Laufe des Jahres 2011 sollen Volkswagen und Porsche miteinander verschmelzen. Porsche wird als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert.

Einstieg bei Karmann besiegelt

Porsche hatte sich mit der ursprünglich geplanten Übernahme von VW massiv verhoben und einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter mussten Ende Juli wegen der Belastungen durch die missglückte Übernahme von VW ihren Hut nehmen.

Nach einem zähen Machtkampf hatten sich die beiden Autokonzerne Mitte August auf eine Verschmelzung geeinigt. Porsche hatte sich bei der geplanten Übernahme von VW übernommen und war in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Neben der Verschmelzung mit Porsche hat Volkswagen auch den Einstieg beim insolventen Zulieferer Karman besiegelt. VW kauft Maschinen und Immobilien von Karmann und will in Osnabrück ab 2011 eine Fahrzeugproduktion starten. Dazu will der Konzern innerhalb der kommenden Wochen eine neue Tochtergesellschaft gründen, wie VW am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte.

Bis 2014 sollen dabei über 1000 Arbeitsplätze entstehen. "Die Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der Firma Karmann verfügen über langjährige Erfahrung in der Produktion von Kleinserienmodellen, auf die entsprechend des Bedarfs zurückgegriffen werden soll", so das Unternehmen.

ssu/AFP/dpa/Reuters

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