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21.11.2009
 

General Motors

Mercedes-Manager soll Opel-Chef werden

Mercedes-Manager Schmückle: Favorit für die Opel-SpitzeZur Großansicht
DPA

Mercedes-Manager Schmückle: Favorit für die Opel-Spitze

Er gilt als besonders krisenerfahrener Sanierer: Der stellvertretende Chef von Mercedes-Benz, Rainer Schmückle, soll nach Informationen des SPIEGEL den Führungsposten bei Opel übernehmen. EU-Kommisar Verheugen hat indes vor weiteren Hilfen für den Autobauer gewarnt.

Hamburg - 2005 hatte ihn Mercedes-Chef Eckhard Cordes vom amerikanischen Lkw-Bauer Freightliner nach Stuttgart geholt, nun soll er Opel aus der Misere führen. Nach Informationen des SPIEGEL gilt Rainer Schmückle, stellvertretender Chef von Mercedes-Benz, als Favorit für die Opel-Spitze.

Schmückle ist ein erfahrener Sanierer: Mercedes verordnete er zuletzt ein drastisches Sparmodell. Deshalb war er im Unternehmen nicht unumstritten. Bandarbeiter legten die Arbeit nieder, weil die Takte zu kurz waren. Manager kritisieren Schmückles Führungsstil.

In der Vergangenheit hat Schmückle mehrfach den Retter in der Krise gespielt: Er sanierte bei der früheren Bahntechnik-Tochter Adtranz, bewahrte den amerikanischen Lkw-Bauer Freightline vor dem Untergang und holte Mercedes aus den roten Zahlen. Den Notverkauf von Chrysler konnte er allerdings seinerzeit nicht verhindern.

EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat indes die EU-Staaten gewarnt, in denen General Motors (GM) Fabriken besitzt. Er höre, dass es von einzelnen Ländern "schon informelle Zusagen" für Hilfen an GM gebe, sagte Verheugen dem SPIEGEL: "Das finde ich alarmierend." Staatliche Beihilfen seien ein Eingriff in den Wettbewerb und deshalb verboten. Ausnahmen könnten von der Kommission genehmigt werden. Sie dürften aber "nicht an den Erhalt von Arbeitsplätzen an einem bestimmten Ort geknüpft sein".

"In die normalen Bahnen der Marktwirtschaft zurückkehren"

Nach Informationen des SPIEGEL soll Großbritannien dem neuen GM-Europachef Nick Reilly bereits Kreditbürgschaften über 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben, Spanien soll 300 bis 400 Millionen geboten und Polen Steuererleichterungen versprochen haben. Belgische Politiker sollen dem GM-Manager bis zu 500 Millionen in Aussicht gestellt haben, wenn der Konzern auf die Schließung des Werks Antwerpen verzichtet. Doch dies habe Reilly abgelehnt.

Der neue GM-Europachef verhandelt dem SPIEGEL zufolge auch mit Renault und Nissan über die gemeinsame Entwicklung und Produktion eines kleinen Lieferwagens.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sperrt sich weiter gegen staatliche Hilfen für Opel. "Ich habe mit Interesse die Einschätzung von GM-Chef Henderson und GM-Verwaltungsratschef Whitacre gelesen, der Mutterkonzern könne das alleine stemmen. Ich hielte das auch für geboten", sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt". "Wir sollten allmählich in die normalen Bahnen der sozialen Marktwirtschaft zurückkehren."

han/dpa

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Die neuesten Beiträge:
29.01.2010 von quibus48: Nur einige Hundert?

Den belgischen Medien zufolge waren es an die 30.000 Demonstranten, die heute in Brüssel für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Strasse gingen. Da sieht das Bild schon ein wenig anders aus... mehr...

19.01.2010 von japan10:

So ticken halt Amerikaner. Alles toll, alles super, aber keine Entscheidungen. GM ist das Beispiel für Größenwahn. Jetzt will GM noch Mrd-Zuschüsse für Opel. Wie wird wohl der Überflussminister der FDP wohl darauf antworten. [...] mehr...

19.01.2010 von Rainer Daeschler:

Zitat von Rainer Daeschler Genau das passiert im Prinzip, nur eben auf GMs Kosten, statt die des Steuerzahlers. Ich sprach ja auch nicht von der üblichen Grundversorgung von Automobilunternehmen in Deutschland durch die [...] mehr...

19.01.2010 von caheid: ..

Ach so, und ich hab gedacht die Abwrackpraemie, Harz4 und Kurzarbeit das bezahlt der der Steuerzahler. Aber wenn ja nun GM die Ueberkapazitaeten bezahlt, dann koennen wir ja weitermachen wie bisher. mehr...

18.01.2010 von Kampfbuckler: Nach dem Qualitätseinbruch

verursacht durch den Spinner Lopez vom Opus dei,dessen Mitarbeiter die Uhr am rechten Arm tragen MUSSTEN, hat Opel noch nicht zurückgefunden zur Anerkennung als solide Qualitätsmarke.Das ist auch berechtigt nach meinen [...] mehr...

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