Doha - Es ist ein gewaltiges Projekt für die Deutsche Bahn: Im Emirat Katar soll sie ein 300 Kilometer langes Metrosystem mit vier Linien, eine 180 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitstrasse nach Bahrain für maximal Tempo 350 sowie weitere Strecken für Güter- und Personenzüge aufbauen.
Bahnchef Rüdiger Grube besiegelte den Vertrag zur Gründung der Qatar Railways Developement Company, an der die Bahn mit 49 und die katarische Staatsfirma Qatari Diar mit 51 Prozent beteiligt sind. Das Gemeinschaftsunternehmen bekommt ein Planungsbudget von 700 Millionen Euro. Die Deutschen sollen zwei der vier Geschäftsführer stellen und in den ersten vier Jahren auch den Unternehmenschef. Zunächst sollen rund 50 Experten der DB International im Wüstenstaat die Arbeit aufnehmen.
Der mitgereiste Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, der Abschluss zeige, dass deutsches Fachwissen und Technologie weltweit gefragt seien: "Bei der Planung des Verkehrskonzepts, dem Bau der Infrastruktur, der Lieferung der Fahrzeuge und dem Betreibergeschäft sind für deutsche Unternehmen Milliardenumsätze möglich." Zugleich helfe das Engagement in Katar, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in der Bundesrepublik Arbeitsplätze zu sichern.
17 Milliarden Investitionen
Die Investitionssumme wird auf 17 Milliarden Euro geschätzt, davon 14 Milliarden Euro für die Infrastruktur. Unter anderem könnten deutsche Baukonzerne wie Hochtief Aufträge bekommen. Als Lieferant für die Züge im Wert von etwa zwei Milliarden Euro käme unter anderem Siemens in Frage. Diese Firmen hatte bereits Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn genannt, der das Projekt über mehrere Jahre verfolgte. Die Bahn selbst will den Betrieb der Strecken übernehmen.
Katar gilt als eines der reichsten Länder der Welt. Das gesamte Projekt soll 2026 abgeschlossen sein. Der größte Teil des Bahnnetzes soll aber bereits vier Jahre früher stehen. Katar hofft darauf, 2022 Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft zu sein. Unter anderem ist die Anbindung des Flughafens an die Hauptstadt Doha geplant sowie die Verbindung zwischen dem Emirat Katar und der Nachbarinsel Bahrain. Dazu soll ein 40 Kilometer langer Damm gebaut werden - weltweit einer der längsten seiner Art. Teil des Projekts ist auch eine 100 km lange Strecke nach Saudi Arabien, auf der Züge mit Tempo 200 fahren können.
Die Bahn betonte, für sie habe das Vorhaben auch strategische Bedeutung. Auf der arabischen Halbinsel sind in den kommenden 20 Jahren Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich in Schieneninvestitionen geplant. Mit dem erfolgreichen Engagement in Katar sehe die Bahn gut Chancen, auch mit anderen Staaten der Region ins Geschäft zu kommen.
sac/dpa/Reuters
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Der Unterschied liegt wohl darin, dass der Schweiz und Österreich jeweils ein Mehdorn mitsamt seiner unfähigen Schickeria im Headquater am Sony - Platz erspart blieb. Beide Bahnen wollen auch nicht Global Player spielen und sich [...] mehr...
Die Zeiten waren glücklicher, für alle! mehr...
..bin ich gegen Lohnerhöhungen. Die Fahrpreise würden teurer werden ohne das etwas für mich besser wird. Gegenvorschlag: Einführung einer Pünktlichkeitsprämie. Dafür zahle ich dann auch gerne 6% mehr. mehr...
Die Bahn _ist_ ein 100%-iger Staatsbetrieb. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Behördenbahn wird sie bestimmt nie wieder werden. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Auch in anderen Ländern hat man erfolgreich die [...] mehr...
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