Von Michael Kröger
Berlin - Er fiel von Anfang an durch sein loses Mundwerk auf. Großspurig, anti-konformistisch und ein wenig prollig forderte Michael O'Leary das Establishment heraus. Sein Erfolgsrezept klingt erst im Rückblick plausibel: keine Extras, Flieger vollgepfropft mit Sitzen, kurze Aufenthalte am Boden - und Flughäfen, abseits der großen Zentren, die geringe Gebühren fordern. Gut zehn Jahre nach dem Start von Ryanair
gilt das von O'Leary geführte Unternehmen als Initiator der Billigflieger in Europa, dessen Beispiel heute selbst die Platzhirsche von einst zu folgen versuchen. Sogar die vornehme Lufthansa
denkt inzwischen über einen Billigableger nach und plant eine Kostensenkungsoffensive.
Doch nicht nur die Luftfahrtindustrie wurde in den vergangenen zehn Jahren kräftig durcheinandergewirbelt. Eine ganze Reihe von Produkten machten seit dem Jahr 2000 Furore oder schafften den Durchbruch - und schufen damit vollkommen neue Verhältnisse. Der Computerkonzern Apple
gehört dazu, ebenso die Kaffeehauskette Starbucks
oder die Privatbrauerei Peter aus der Rhön.
Deren Besitzerfamilie Peter-Leiphold stand 1999 kurz vor dem Konkurs, als sie einen zweiten Versuch unternahm, eine nach dem Reinheitsgebot gebraute Limonade auf den Markt zu bringen. Deren Name: Bionade. Etikett und Werbung weckten schnell das Interesse der Kreativen in den Szenebezirken der Großstädte, denen der Kräutermix auch noch schmeckte. Die Bionade traf den Zeitgeist und wurde zum In-Getränk. Ein schlechtes Zeugnis von Ökotest und Auseinandersetzungen innerhalb der Familie tun dem nachhaltigen Erfolg keinen Abbruch. Hinter Coca-Cola
und Fanta hat sich Bionade fest in der Liga der Marktführer etabliert.
Apple wiederum schaffte dank des iPod einen beispiellosen Wiederaufstieg - und landete damit den wohl durchschlagendsten Produkterfolg der vergangenen zehn Jahre. Der schicke MP3-Player erlangte fast aus dem Stand Kultstatus und wurde zum Leitbild einer ganzen Gerätegeneration wie weiland der Walkman von Sony
. Richtig lukrativ wurde das Geschäftsmodell für Apple jedoch durch die Erfindung des Musik-Portals iTunes, mit dem der US-Konzern den Vertrieb von digitaler Musik auf eine ganz neue Grundlage stellte. Zuvor hatte sich die Musikindustrie jahrelang über die geschäftsschädigenden Raubkopierer beklagt, aber nie ein funktionierendes Geschäftsmodell entwickelt. Dann kam Apples iTunes.
Erfolgreich waren aber auch noch andere Produkte und Geschäftsmodelle. SPIEGEL ONLINE stellt die wichtigsten Neuheiten und Trends der vergangenen zehn Jahre vor:
Auf anderen Social Networks posten:
..... Es sind die Schwachen, die mit Härte ihre Macht und ihre angebliche Stärke zeigen wollen. Einer der Wegbereiter der Gewalt hierzulande heißt: Gerhard Schröder! Er tat alles, die Stammtische zu befrieden, sei es mit [...] mehr...
Die Erkenntnis, das die EU wohl ein Polizei- und Überwachungsstaat wird, den bisher dystopische Romane beschrieben *aus der ZEIT: Indect – der Traum der EU vom Polizeistaat - Ein Forschungsprojekt soll Wege finden, [...] mehr...
.... Stimmt, die Gewalt ist in den letzten zehn Jahren auffallend eskaliert: Folterlager der USA, Intensivere Überwachungen unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung, die Sondereinheiten der Polizei wurden noch besser [...] mehr...
... nicht den Brandherd ! Alles in allem eine sehr oberflächliche Betrachtung ihrerseits. Wie wäre es denn mit diesen Vorschlägen: ... statt die Perspektivlosigkeit für Jugendliche in einem hierzulande maroden [...] mehr...
Die wichtigste und erschreckendste Veränderung ist, daß seit ein paar Jahren Gewalt gegen Menschen und Sachwerte (Autos beispielsweise) mehr und mehr zugenommen hat. Ich sehe hier einen direkten Zusammenhang mit maßlosem [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Lufthansa | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH