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27.11.2009
 

Krisen-Emirat

Was der Dubai-Schock für die Weltwirtschaft bedeutet

Von Sven Böll, Ole Reißmann und Anne Seith

Verstört blickt die Welt auf das Wüstenparadies Dubai: Die Scheichs sind in Zahlungsnöten. Doch wie konnte es zum Crash im Golf-Emirat kommen? Droht jetzt eine zweite Welle der Finanzkrise? Müssen Anleger um ihr Geld fürchten? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen.

Hamburg - Es war wie ein Wirtschaftstraum aus Tausendundeiner Nacht. Jahrelang musste jeder, der die ökonomische Situation des kleinen Emirats Dubai beschreiben wollte, auf Superlative zurückgreifen: Von der größten Baustelle der Welt war die Rede, vom schier endlosen Wachstum und vom ganz schnellen Geld sowieso.

Und dann das: Am Mittwoch bat die Regierung des 1,7-Millionen-Emirats die Gläubiger der Gesellschaft Dubai World um einen Aufschub für die Rückzahlung von Krediten. Dubai World - eine der drei großen Holding-Gesellschaften, unter deren Dach staatliche Unternehmen gebündelt sind - hat zehn Tochterfirmen. Darunter befinden sich der Baukonzern Nakheel, der die berühmte Palmeninsel geschaffen hat, und der Hafenbetreiber DP World, der den größten Logistik-Umschlagplatz der Region verantwortet.

Was die Situation brisant macht: Dubai World ist mit rund 59 Milliarden Dollar verschuldet und steht damit für rund drei Viertel der Verbindlichkeiten des Emirats. Dass die weltweiten Finanzmärkte am Donnerstag mit kräftigen Abschlägen reagierten und die Börsen auch am Freitag noch verunsichert sind, liegt vor allem am massiven Vertrauensverlust.

Dabei bezog sich die Bitte um Zahlungsaufschub um sechs Monate gerade einmal auf 3,5 Milliarden Dollar - also nur gut fünf Prozent der Schulden von Dubai World. Der Unterschied zu früher besteht also vor allem darin, dass heute nicht mal eben ein Mitglied der Herrscherfamilie die Milliarden aufbringt. Insofern scheint die Lage brenzlig - zumal Dubai in den kommenden Jahren weitere Milliarden refinanzieren muss.

Wie kam es überhaupt zum Dubai-Crash? Welche Auswirkungen hat er für die Weltwirtschaft? Droht deutschen Anlegern jetzt ebenfalls ein Fiasko? SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen.

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06.01.2010 von EU-Austretter:

... Buchgeld bildet genauso Preise, denn es wird ja nachfragewirksam. Durch Freigeld alleine noch nicht, auch mit Umlaufsicherung könnten Banken noch immer Giralgeld schöpfen, es muss eben auch die Geldschöpfung reformiert [...] mehr...

06.01.2010 von EU-Austretter:

Da muss ich widersprechen, zwar geht es bei Gesell nur um Bargeld, aber sein Werk ist ja nicht die Bibel, sondern wurde weiterentwickelt, was auch im Sinne Gesells war, der sich eine Weiterentwicklung explizit gewünscht hat. [...] mehr...

05.01.2010 von seniorita:

5 Prozent Verlust vom Nominalwert ist nicht nur aufs Quartal - sondern aufs ganze Jahr bezogen. Doch was sollte einen Handwerker dazu bewegen, jetzt schon Geld von der Bank zu holen, um es erst Monate später erst auszugeben? [...] mehr...

05.01.2010 von seniorita:

P.C. Martin kannte ich noch nicht, merci für die Links. Der Unterschied zwischen Bargeld und "Bankgeld" ist schnell klar. Es ist im Prinzip der Unterschied, wie er auch zwischen Medikament und Rezept besteht. Das [...] mehr...

05.01.2010 von HellP: Scheues Reh

Zurzeit wird das Geld über billigste Kredite in den Umlauf gebracht und versucht mit den Gewinnen aus neuen Schneeballsystemen die Verluste aus geplatzten Schneeballsystemen auszugleichen und zusätzlich Gewinn zu machen. Diese [...] mehr...

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Arabische Staatsfonds

Dubai

Der drei Jahre junge Staatsfonds Investment Corporation of Dubai umfasst derzeit 19,6 Milliarden Dollar. Der Fonds steht mehreren staatlichen Unternehmen vor. Das größte von ihnen ist die Dubai Holding, die im Banken- Immobilien- und Versicherungswesen Geschäfte in Milliardenhöhe abwickelt.

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