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27.11.2009
 

Emirat in Finanznöten

Wall Street schließt mit nur leichten Verlusten

Handel an der Wall Street: Zittern vor dem kommenden MontagZur Großansicht
dpa

Handel an der Wall Street: Zittern vor dem kommenden Montag

Die ersten Handelsminuten hatten das Schlimmste befürchten lassen. Doch dann fiel die Reaktion der Anleger auf die Dubai-Krise vergleichsweise milde aus. Der Dow Jones verlor knapp zwei Prozent - jetzt schauen die Beteiligten zitternd auf den Montag.

New York - Der Brückentag mit verkürzten Handelszeiten dürfte das den Abschwung abgefedert haben. Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Freitag belastet von Sorgen um die Finanzkraft Dubais weniger schwach geschlossen als viele befürchtet hatten. Am Donnerstag hatten die Amerikaner nicht auf die weltweit die Börsen belastenden Ängste reagieren können, da die Wall Street wegen des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen geblieben war.

Markteilnehmern zufolge war der Umsatz bedingt durch die Abwesenheit vieler Börsianer dünn. Zudem standen weder Unternehmens- noch Konjunkturdaten auf dem Terminplan. "Viele US-Investoren werden heute gar nicht da sein. Aussagekräftig wird wohl erst der Montag sein", sagt ein Branchenkenner.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor 1,48 Prozent auf 10.309,92 Zähler. Zu Handelsbeginn hatte der Index allerdings nur bei 10.231 Punkten notiert. Auf Wochensicht änderte sich der Indexstand damit kaum. Der marktbreite S&P-500-Index gab am Freitag um 1,72 Prozent auf 1091,49 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq Composite fiel der Composite Index Chart zeigen um 1,73 Prozent auf 2138,44 Punkte. Der Nasdaq 100 sank um 1,57 Prozent auf 1765,46 Zähler.

Dax nutzt Schützenhilfe der Wall Street

Dank der Schützenhilfe des Dow Jones Chart zeigen konnte sich auch der Dax Chart zeigen im Handelsverlauf von den Dubai-Verlusten weitgehend erholen. Der Dax verabschiedete sich mit einem Tagesplus von 1,27 Prozent bei 5685,61 Zählern - auf Wochensicht standen allerdings nur bescheidene Gewinne von 0,40 Prozent zu Buche.

Der MDax Chart zeigen stieg am Freitag um 1,79 Prozent auf 7188,02 Punkte und der TecDax Chart zeigen rückte um 1,76 Prozent auf 782,43 Zähler vor. "Dubai zeigt, dass die Finanzkrise noch nicht zu Ende ist - aber das hat bei weitem nicht den Stellenwert der Lehman-Pleite vom vergangenen Jahr", sagte Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels bei Hauck & Aufhäuser.

Die Regierung von Dubai hatte die Gläubiger der Holding-Gesellschaft Dubai World und ihrer Tochterfirma Nakheel um einen Aufschub für die Rückzahlung von Krediten gebeten. Dies hatte weltweit für Panik an den Börsen gesorgt, Finanzwerte und andere Titel von Unternehmen mit tatsächlichen oder befürchteten Verflechtungen mit dem Land waren unter Druck geraten. Die Dubai-Sorgen seien zwar ein Thema, aber kein wirklicher Schock, sagte ein Händler. Die heftigen Marktreaktionen seien eher auf den Zeitpunkt der Nachricht zurückzuführen.

"Black Friday" im Fokus

Banktitel zeigten sich von den Dubai-Sorgen wie schon am Vortag ihre Branchenkollegen weltweit besonders belastet. Die Aktien der Bank of America Chart zeigen sackten um 3,01 Prozent auf 15,47 US-Dollar ab und waren damit schwächster Wert im Dow Jones. Citigroup Chart zeigen verloren 2,64 Prozent auf 4,06 Dollar. JPMorgan Chase Chart zeigen hingegen gaben um 1,97 Prozent auf 41,33 Dollar nach. Goldman Sachs Chart zeigen verloren 2,82 Prozent auf 164,16 Dollar.

Der sogenannte "Black Friday" sorgte neben der Dubai-Krise als einziges für Aufmerksamkeit. Dieser Tag markiert den inoffiziellen Beginn des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel, der häufig mit deutlichen Rabatten verbunden ist. Konsumausgaben machen in den USA etwa 70 Prozent der Wirtschaft aus. Titel des Branchenführers Wal-Mart Chart zeigen gaben um geringe 0,60 Prozent auf 54,63 US-Dollar ab. Macy's verloren hingegen 3,36 Prozent auf 16,97 Dollar. Dem Chef des Einzelhändlers zufolge sind die ersten Zeichen des "Black Friday" zwar gut, er warte aber noch auf weitere Ergebnisse. Die Konsumenten werden nach seiner Einschätzung nicht mehr Geld ausgeben als im letzten Jahr. Daher werde sich das Unternehmen auf den Kampf um Marktanteile konzentrieren.

mik/Reuters/dpa

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