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30.11.2009
 

EU-Datenabkommen

Industrie fürchtet Wirtschaftsspionage

Der Bundesverband der Deutschen Industrie warnt vor Wirtschaftsspionage als Folge des EU-Abkommens zur Weitergabe von Bankdaten. Sensible Informationen seien in Gefahr, Unternehmen könnten aufgrund ihres Zahlungsverkehrs ausgespäht werden.

Brüssel/Berlin - Nach der Zustimmung der EU-Staaten zur Weitergabe von Bankdaten an die USA befürchtet die deutsche Industrie nun grassierende Wirtschaftsspionage. "Wir warnen vor der Gefahr, dass Unternehmen ausspioniert werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf, der "Financial Times Deutschland". Aus dem sensiblen Zahlungsverkehr von Unternehmen ließen sich Rückschlüsse auf Märkte, Vertragspartner und Geschäftsvolumina ziehen.

Trotz Bedenken auch in der Bundesregierung hatte sich am Montag Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Abstimmung enthalten und so den Weg für das umstrittene SWIFT-Abkommen freigemacht.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte zuletzt kritisiert, die Entscheidung sei gegen ihren Widerstand getroffen worden. "Diese Entscheidung verunsichert Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in Europa", erklärte sie.

Die FDP hatte, ähnlich wie Opposition und Bundesrat, auf ein hohes Datenschutzniveau bei dem neuen Abkommen gedrungen. "Diese Mahnung wurde nicht gehört", bemängelte Leutheusser-Schnarrenberger. Auch die Grünen kritisierten die Regelung und beantragten eine Aktuelle Stunde im Bundestag.

Das zunächst auf neun Monate befristete Abkommen tritt am 1. Februar 2010 und soll die Verarbeitung und Übermittlung von Zahlungsverkehrsdaten zum Aufspüren der Finanzierung des Terrorismus regeln. In der Datenbank sind die Überweisungsdaten von 8300 Banken aus mehr als 200 Ländern gespeichert.

jok/ddp/AFP/dpa

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insgesamt 325 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.07.2010 von aktivx: Geldsäcke?

Geldsäcke und Pfeffersäcke wurden ersetzt durch "Meudalisten" - einfach mal googeln. Es wäre durchaus mal eine Forschungsarbeit Wert, zu prüfen wer mehr Opfer zu verzeichnen hat. Nur wird es eine solche Untersuchung [...] mehr...

05.02.2010 von Arthi:

Ja, der Terrorstaat droht damit sich die Daten dann halt anders zu besorgen. Vielleicht ja wieder durch Folter. mehr...

05.02.2010 von delta058:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676040,00.html Soso, das sich die EU-Parlamentarier zur Abwechslung mal der Bürgerrechte besinnen löst in den USA also Drohgebaren Europa gegenüber aus. Tja wer solche Verbündete [...] mehr...

20.01.2010 von Kitkat01: Panik mache

Das ist doch alles nur Panik mache. Wenn selbst die Sicherheitsexperten sagen, dass sie trotz Nacktscanner diese Bombe nicht entdeckt hätten... Immer neue Sicherheitsvorschriften und Geräte habe die Sicherheit zwar erhöht, aber [...] mehr...

08.01.2010 von vantast: Transparenz mal andersherum

Ich habe den Verdacht, daß der Westen über die Jahrzehnte mit seinen ungesühnten Methoden mehr unschuldige Menschen umgebracht hat, als alle Terroristen zusammen. Das scheint mir auch ein Hauptgrund für den Haß dieser jungen (und [...] mehr...

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Swift-Abkommen: Die wichtigsten Fragen

Um welche Daten geht es?

Bei den Plänen geht es um Daten, die der Finanzdienstleister Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) mit Sitz in Belgien verwaltet. Swift wickelt täglich rund 15 Millionen Transaktionen zwischen mehr als 8300 Banken weltweit ab. Darunter sind auch Standardüberweisungen in der EU. Bankkunden kennen den Dienstleister von dem SWIFT/BIC-Code, der die internationale Bankleitzahl kennzeichnet. Seit Januar jedoch können die USA nicht mehr auf die Daten zugreifen, weil der Betreiber die Server in die Schweiz verlegt hat.

Wer ist im Visier der Fahnder?

Was können Bürger zum Schutz ihrer Daten tun?

Werden Bankdaten zum ersten Mal ausgespäht?

Was bringen die Bankdaten den Terrorfahndern?

Wie lange soll das Abkommen mit den USA gelten?


Die Kritik der Datenschützer an SWIFT

USA-Bezug fehlt

Die vorgesehene Weitergabe der Bankdaten aus Europa an die USA wäre ohne Beispiel. Denn, so Datenschützer Peter Schaar: "Die hier weitergegebenen Informationen haben ganz überwiegend keinen Bezug zu den USA. Es handelt sich nicht um Daten von US-Bürgern und auch nicht um Transaktionen in die oder aus den Vereinigten Staaten." Betroffen wären zum großen Teil rein innereuropäische oder sogar innerstaatliche Überweisungen.

Masse

US-Kontrolle über Daten

Keine unabhängige US-Kontrolle

Bisherige Rechtshilfe-Abkommen genügen






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