New York - Zurück zum Wachstum: Die Vereinten Nationen erwarten für das kommende Jahr eine leichte Erholung der Weltwirtschaft. Wenn die Politik bei ihrer unterstützenden Haltung bleibe, könne es 2010 weltweit ein "mildes Wachstum" von 2,4 Prozent geben, heißt es in einer Analyse zur Lage der Weltwirtschaft, die von den Vereinten Nationen am Mittwoch in New York vorgestellt wurde.
"Aber die Erholung ist uneinheitlich, und die Bedingungen für ein anhaltendes Wachstum bleiben anfällig", warnt der Bericht. Wenn zwei große Risiken nicht angegangen würden, drohe der Weltwirtschaft der Absturz in eine deutliche Rezession.
Das erste Risiko sei eine zu frühe Beendigung der finanziellen Unterstützung des Aufschwungs. Das zweite Risiko seien das wachsende US-Defizit und die zunehmenden ausländischen Schulden, die zu einer "harten Landung" für den Dollar und neuer finanziellen Instabilität führen könnten.
Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem durchschnittlichen Minus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 2,2 Prozent. Zwar habe es in vielen Ländern im zweiten und dritten Quartal vor allem dank staatlicher Unterstützungsprogramme wieder ein positives Wachstum gegeben. Dies gleicht den Angaben zufolge den steilen Absturz zu Jahresbeginn jedoch noch nicht aus.
Am stärksten wird die Wirtschaftskraft laut Bericht im kommenden Jahr in den Entwicklungsländern steigen, besonders in Asien. Nach einem nur leichten Plus von 1,9 Prozent 2009 könne es in diesen Ländern 2010 ein Wachstum von 5,3 Prozent geben. Für China erwarten die Ökonomen einen Zuwachs von 8,8 Prozent, für Indien 6,5 Prozent.
In der Europäischen Union und Japan dagegen sind mit 0,6 und 0,9 Prozent nur geringe Zuwachsraten prognostiziert. "Beim derzeitigen Tempo der Erholung ist nicht zu erwarten, dass die großen Industriestaaten in naher Zukunft einen starken Wachstumsimpuls für die Weltwirtschaft geben", stellen die Vereinten Nationen fest.
Fed: US-Wirtschaft erholt sich
Zwei Jahre nach Beginn der Rezession in den USA erholt sich die größte Volkswirtschaft der Welt zusehends. Sorgen bereitet aber der Arbeitsmarkt. Das geht aus dem jüngsten regionalen Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) hervor, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Demnach meldeten die meisten der zwölf Fed-Bezirke über die vergangenen sieben Wochen eine moderate Verbesserung der Konjunktur. Bei den wichtigen Verbraucherausgaben sehe es inzwischen besser aus. Auch die eint krisengeschüttelten Immobilienmärkte der meisten Bezirke belebten sich zusehends.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei aber nach wie vor schwach, heißt es in dem Bericht weiter. Es komme weiterhin zu Entlassungen, Arbeitgeber seien zögerlich bei Neueinstellungen, und in den meisten Bezirken sei die Arbeitslosenquote immer noch hoch. Eine Reihe größerer Distrikte wie Atlanta meldeten allerdings auch eine Verlangsamung des Jobschwunds. Es gebe alle in allem "einige Anzeichen für eine Verbesserung", heißt es in dem Bericht. Landesweit liegt die Arbeitslosenquote bei 10,2 Prozent, der höchste Stand seit mehr als einem Vierteljahrhundert.
Zugleich geben die Verbraucher laut Fed wieder mehr Geld aus. Mancherorts ziehen die Autoverkäufe den Angaben zufolge auch nach dem Ende der Abwrackprämie an. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent und damit schwächer als zunächst angenommen. Es ist allerdings das erste Wachstum seit mehr als einem Jahr.
ore/dpa/AP
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... Buchgeld bildet genauso Preise, denn es wird ja nachfragewirksam. Durch Freigeld alleine noch nicht, auch mit Umlaufsicherung könnten Banken noch immer Giralgeld schöpfen, es muss eben auch die Geldschöpfung reformiert [...] mehr...
Da muss ich widersprechen, zwar geht es bei Gesell nur um Bargeld, aber sein Werk ist ja nicht die Bibel, sondern wurde weiterentwickelt, was auch im Sinne Gesells war, der sich eine Weiterentwicklung explizit gewünscht hat. [...] mehr...
5 Prozent Verlust vom Nominalwert ist nicht nur aufs Quartal - sondern aufs ganze Jahr bezogen. Doch was sollte einen Handwerker dazu bewegen, jetzt schon Geld von der Bank zu holen, um es erst Monate später erst auszugeben? [...] mehr...
P.C. Martin kannte ich noch nicht, merci für die Links. Der Unterschied zwischen Bargeld und "Bankgeld" ist schnell klar. Es ist im Prinzip der Unterschied, wie er auch zwischen Medikament und Rezept besteht. Das [...] mehr...
Zurzeit wird das Geld über billigste Kredite in den Umlauf gebracht und versucht mit den Gewinnen aus neuen Schneeballsystemen die Verluste aus geplatzten Schneeballsystemen auszugleichen und zusätzlich Gewinn zu machen. Diese [...] mehr...
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