New York - Trotz der Erholung der US-Wirtschaft hält die Federal Reserve Bank wie erwartet an ihrer Nullzinspolitik fest. Wie die Fed am Mittwoch in Washington mitteilte, belässt sie den Leitzins im Bereich von null bis 0,25 Prozent. Ein Ende der Niedrigzins-Politik stellte sie nicht in Aussicht: Der Satz werde noch für "einen längeren Zeitraum" auf dem "außergewöhnlich niedrigen Stand" bleiben.
Die Notenbanker sehen die USA nach dem Ende der Rezession jedoch konjunkturell wieder leicht im Aufwind: "Die Wirtschaft erholt sich weiter, und die Talfahrt am Arbeitsmarkt verlangsamt sich." Die Konjunkturpakete und die geldpolitischen Stützen der Notenbanken dürften dazu beitragen, dass die größte Volkswirtschaft der Welt allmählich wieder auf die Beine komme.
Experten zufolge wird die Fed angesichts der nur zögerlichen Erholung die Geldpolitik bis weit ins nächste Jahr nicht straffen: "Die Erklärung bestätigt, dass die Notenbanker die Zinsen nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2010 anheben werden", sagte Melvin Harris von Easy Forex in New York. Andere Experten gehen gar davon aus, dass die Fed erst Ende kommenden Jahres die Zinswende einleiten wird.
Die US-Aktienmärkte hielten nach den Äußerungen der Fed zunächst ihre Gewinne. Der Dow Jones notierte später allerdings etwas schwächer und drehte zeitweise ins Minus, die anderen drei großen Indizes gaben zwar Gewinne ab, verblieben jedoch im Plus. Der Dollar konnte gegenüber Euro und Yen zulegen. Die US-Staatsanleihen mit zehnjähriger und 30-jähriger Laufzeit notierten nach der Fed-Erklärung schwächer.
can/Reuters/dpa/AFP
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