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21.12.2009
 

Illegale Preisabsprachen

Kaffee-Giganten müssen Multimillionen-Kartellstrafe zahlen

Kaffeearbeiter (in Indonesien): Absprachen zu Lasten der VerbraucherZur Großansicht
REUTERS

Kaffeearbeiter (in Indonesien): Absprachen zu Lasten der Verbraucher

160-Millionen-Euro-Strafe für Tchibo, Melitta und Dallmayr: Das Kartellamt hat die drei großen Kaffeeröster wegen illegaler Preisabsprachen zu einer hohen Geldbuße verurteilt. Die Aufseher ermittelten seit mehr als einem Jahr gegen die Unternehmen - sie sollen sich seit dem Jahr 2000 abgesprochen haben.

Bonn - Illegale Preisabsprachen statt Konkurrenz: Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe gegen die Kaffeeröster Tchibo, Melitta und Dallmayr verhängt. Die Unternehmen hätten sich über Höhe, Umfang und Zeitpunkt der Bekanntgabe sowie das Inkrafttreten beabsichtigter Preiserhöhungen miteinander abgesprochen, teilte die Behörde am Montag mit.

Insgesamt seien Bußgelder in Höhe von 159,5 Millionen Euro gegen die Tchibo GmbH in Hamburg, die Melitta Kaffee GmbH in Bremen und die Münchener Alois Dallmayr Kaffee oHG verhängt worden. Nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes gab es seit mindestens Anfang 2000 bis zur Durchsuchung der Unternehmen im Juli 2008 Gespräche zwischen den Geschäftsführern und Vertriebsleitern. Dabei seien auch beabsichtigte Preiserhöhungen besprochen worden.

Betroffen waren alle wichtigen Produkte wie Filterkaffee, Espresso und Kaffeepads. Die Absprachen wirkten sich unmittelbar zu Lasten der Verbraucher aus, da der Lebensmittelhandel die Preiserhöhungen in der Regel unmittelbar an diese weitergegeben hat. So führten allein die beiden im Dezember 2004 und im April 2005 angekündigten Preiserhöhungen zu einem Anstieg der Verbraucher- und Aktionspreise für Röstkaffee von durchschnittlich mehr als einem Euro pro 500-Gramm-Packung.

Im Juli 2008 hatten Ermittler die Büros der drei Unternehmen durchsucht, später kamen noch weitere verdächtige Firmen in der Branche dazu. Die Preisabsprachen sollen bis zum Einschreiten der Behörden stattgefunden haben.

böl/ddp/AP/dpa

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insgesamt 17 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
22.12.2009 von Sapientia: Es geht nicht mehr ums Recht....

und schon gar nicht um den Verbraucher. Der Staat braucht Geld, die Behörden müssen sich mit Einnahmen aus verhängten Sanktionen selbst finanzieren, die Beamten sichern damit ihre Arbeitsplätze ab... ...und anschliessend wird [...] mehr...

22.12.2009 von michaelcapetown: Es gibt ja auch noch andre Kaffeeanbieter

Der Artikel wundert mich garnicht. Grosse Firmen wie die erwähnten, aber auch Starbucks, scheffeln Millionen und die Bauern (meistens Afrika und Südamerika) kriegen mal gerade so viel dass sie mit Ach und Krach überleben können. [...] mehr...

21.12.2009 von Hercules Rockefeller: Hmm, kalter Kaffee

Ist doch im Strommarkt, beim Gas, beim Benzin und bei sämtlichen Discountartikeln das Gleiche. Überall die gleichen Preise. Schon komisch, dass man für ein offensichtliches Verbrechen jahrelang "ermitteln" muss. [...] mehr...

21.12.2009 von mod_x: Auf Kosten der Gerechtigkeit

Gut. Der Staat hat innerhalb dieses Milliardenkartells kräftig mitverdient. Aber das legitimiert es bei weitem nicht. Auch nicht die magere Geldstrafe. Ich vermisse Haft- und direkte Geldstrafen für die Entscheider (sic!). [...] mehr...

21.12.2009 von azypus: Kann nicht sein

Wir bezahlen die überteuerteren Kaffebohnen / Pads; anschließend muss der Hersteller Strafe bezahlen, die an den Staat geht. Insofern kann es dem Staat doch nur recht sein, dass er zu einem das Bußgeld bekommt zzgl. mehr MwSt [...] mehr...

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