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22.12.2009
 

Kaufzurückhaltung

Sparsame Konsumenten würgen Aufschwung ab

Shopping in Berlin: Die Konsumenten erwarten mehr Geld - und wollen es nicht ausgebenZur Großansicht
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Shopping in Berlin: Die Konsumenten erwarten mehr Geld - und wollen es nicht ausgeben

Das Konsumklima verschlechtert sich erneut - gleichzeitig hoffen die Deutschen auf eine wirtschaftliche Erholung im kommenden Jahr und rechnen mit höheren Einkommen. Ausgeben wollen sie ihr Geld aber nicht. Höhere Energiepreise und Angst vor Jobverlust verleiden das Shoppen.

Nürnberg - Die Konsumenten halten sich wieder zurück: Die angekündigten Preiserhöhungen für Strom und Gas und die Angst vor Arbeitslosigkeit dämpfen die Kauflust der Verbraucher zum Jahreswechsel. Das Konsumklima werde sich zu Beginn des Jahres leicht abkühlen, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Dienstag in Nürnberg mit. Der Gesamtindikator der GfK sinkt nach 3,6 Punkten im Dezember im Januar weiter auf 3,3 Punkte. Dies sei bereits der dritte Rückgang in Folge.

Für das kommende Jahr geht die GfK von einer Stagnation der privaten Konsumausgaben aus. Damit würde die Binnennachfrage keine wesentlichen Impulse zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum mehr liefern. In diesem Jahr hingegen war der Konsum laut GfK mit einem voraussichtlichen Zuwachs von 0,5 Prozent "die wesentliche Stütze" der Konjunktur. Das Konsumklima habe sich angesichts der schweren Wirtschaftskrise "überaus robust und widerstandsfähig" gezeigt.

Die Verbraucher erwarten nun, dass sich die leichte Erholung der Wirtschaft 2010 fortsetzen kann. Der Einzelindikator Konjunkturerwartung stieg daher im Dezember leicht auf 1,7 Punkte an. Damit liegt er mehr als 34 Punkte über dem Vorjahresniveau.

Mehr Einkommen - aber auch höhere Kosten

In Folge der verbesserten Konjunkturerwartung verbesserte sich auch die Einkommenserwartung zum Jahresende deutlich. Sie stieg auf 15 Punkte und liegt damit 8,8 Punkte über dem Wert vom November. Die Verbraucher erwarteten, dass der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit weniger stark ausfallen wird als ursprünglich vorhergesagt, erklärte die GfK. Zudem hofften sie auf die Konjunkturhilfen der Regierung wie das höhere Kindergeld und den höheren Kinderfreibetrag zu Beginn des Jahres.

Die Anschaffungsneigung allerdings ist dennoch um 5,1 Punkte auf 21,2 Zähler zurückgegangen, wie die GfK erklärte. Dies liege vor allem daran, dass die Verbraucher wieder steigende Preise für Strom und Gas erwarten. Auch die Sparneigung sei im Dezember "deutlich gestiegen" - entsprechend weniger Geld stehe für den Konsum zur Verfügung.

Finanzexperten erklärten die gesunkene Konsumbereitschaft der Verbraucher mit dem Ende der Abwrackprämie und Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz:

Ulrike Kastens, Sal. Oppenheim: Krise auf dem Arbeitsmarkt

"Die guten Zeiten liegen eindeutig hinter uns. Es gilt, was in den vergangenen Monaten auch schon galt - die Krise wird auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Viele, die jetzt noch in Kurzarbeit sind, machen sich natürlich Sorgen, wie es weitergeht. Dazu kommt, dass die großen Anschaffungen getätigt sind - der Abwrackprämie sei Dank."

Simon Junker, Commerzbank: Kein großer Schwung

Sebastian Wanke, DekaBank: Ernüchterung bei den Verbrauchern

ore/AFP/dpa/Reuters

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06.01.2010 von EU-Austretter:

... Buchgeld bildet genauso Preise, denn es wird ja nachfragewirksam. Durch Freigeld alleine noch nicht, auch mit Umlaufsicherung könnten Banken noch immer Giralgeld schöpfen, es muss eben auch die Geldschöpfung reformiert [...] mehr...

06.01.2010 von EU-Austretter:

Da muss ich widersprechen, zwar geht es bei Gesell nur um Bargeld, aber sein Werk ist ja nicht die Bibel, sondern wurde weiterentwickelt, was auch im Sinne Gesells war, der sich eine Weiterentwicklung explizit gewünscht hat. [...] mehr...

05.01.2010 von seniorita:

5 Prozent Verlust vom Nominalwert ist nicht nur aufs Quartal - sondern aufs ganze Jahr bezogen. Doch was sollte einen Handwerker dazu bewegen, jetzt schon Geld von der Bank zu holen, um es erst Monate später erst auszugeben? [...] mehr...

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P.C. Martin kannte ich noch nicht, merci für die Links. Der Unterschied zwischen Bargeld und "Bankgeld" ist schnell klar. Es ist im Prinzip der Unterschied, wie er auch zwischen Medikament und Rezept besteht. Das [...] mehr...

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