New York - Die US-Großbank Citigroup hat dem amerikanischen Staat 20 Milliarden Dollar Hilfen zurückgezahlt. Zudem sei ein Abkommen gekündigt worden, mit dem die US-Regierung Garantien für Anlagen in Höhe von 250 Milliarden Dollar gab, teilte das Institut am Mittwoch mit.
Mit diesen Schritten löste sich die in der Finanzkrise in Schieflage geratene Citigroup aus der staatlichen Kontrolle. Damit hat die Washingtoner Regierung nicht länger das Sagen über die Gehälter für die führenden 100 Angestellten der Bank. Allerdings hält der amerikanische Staat noch immer Anteile an dem Institut im Wert von gut 25 Milliarden Dollar.
Die Citigroup hatte die Rückzahlung der Hilfen aus Steuergeldern in der vergangenen Woche mit einer Kapitalerhöhung vorbereitet, die zum Entsetzen vieler Anleger auf nur geringes Interesse stieß. Daraufhin blies die US-Regierung in letzter Sekunde den geplanten Verkauf von Citigroup-Anteilen im Wert von fünf Milliarden Dollar ab, um ein Verlustgeschäft zu vermeiden.
Neben Citi zahlte auch die Bank Wells Fargo am Mittwoch Hilfen aus dem Troubled Asset Relief Program (Tarp) zurück. Das in San Francisco ansässige Institut erstatte vollständig die 25 Milliarden Dollar, die es aus dem Rettungstopf erhalten hatte. Citi und Wells Fargo waren die letzten beiden Großbanken, die der Regierung noch Tarp-Geld schuldeten. Die meisten Rivalen hatten die Hilfen bereits im Juni zurückgezahlt.
wal/Reuters
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